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„Ein superblöder Sonntag“

John Baker Sander
22. August 2021(bearbeitet)
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Ich schälte mich erst am frühen Nachmittag aus dem Bett.
Obwohl ich erst weit nach sechs Uhr am Morgen in mein Bett fand, bin ich immer wieder erstaunt wie lange ich es dann doch im Bett aushalten kann.

Es ist ein so ungewohnt ruhiger Sonntag.
Dass ich sogar dazu kam mal TV zu schauen.
Ich sah eine Dokumentation über Königsfeld und die Alpen.
Dabei wurde gezeigt wie man Enzian erntet, wie schön Gipfel und Seen auch bei uns sein können. Schätze der Natur. An Pflanzen und Tieren.

Auch wurde in der Dokumentation erwähnt, dass sich immer mehr junge Frauen für den Beruf der Sennerin interessieren. Die eigentlich bis auf die Melkmaschine und elektrischen Licht über wenige hochmoderne Annehmlichkeiten verfügen. Nicht mal fließend Wasser gibt es. Dafür einen langen Arbeitstag.
Ja, auch ich mache mir selten den Kopf, wie lange es dauert bis Milch von der Kuh zu Käse verarbeitet ist und auf dem Tisch landet. Manchmal haben solche Reportage auch was Gutes.

Ich hätte auch gerne am Abend das Fußballspiel der Fußballbundesliga geschaut. Aber den Wahnsinn nicht nur ein Streaming-Dienste, sondern gleich mehrere zu bezahlen, bin ich (noch) nicht bereit mitzumachen.
So gerne ich auch Sport sehe. Also hörte ich mir das Spiel ganz legal übers Internetradio von der ersten bis zur letzten Sekunde an.

Ein wenig Chat. Ein wenig tratschen mit meiner lieben K. wunderbar. …

Bis dahin war ich hochzufrieden mit diesem Sonntag …

Ich Kontaktierte einen meiner engsten Freunde.
Keine Ahnung warum ausgerechnet heute? Sonntags geht's normalerweise eher stiller zwischen uns zu.

Der Freund erzählte, dass urplötzlich seine Ex-Freundin verstorben wäre.
Da ich weiß, wie glücklich er mit ihr über Monate hinweg war. Wie sehr er sich aufgrund gleich mehrere Alltagsprobleme, mit denen sie zu kämpfen hatte, durch die er ihr hindurchhalf, sich auch nach der Trennung stets für sie Verantwortlich fühlte und für sie da war, ist es kein Wunder wie sehr ihm dieser Verlust den Boden unter den Füßen weggezogen hat.

Ich sagte ihm, dass ich immer ein offenes Ohr für ihn habe. Zu jedes Tages und Nachtzeit. Er versprach, sobald er dazu in der Lage wäre, sich bei mir zu melden und zu berichten, was genau geschehen sei?

Ich setze mich jetzt direkt vor die Flimmerkiste muss mich ablenken – sofern das möglich ist? - sonst läuft mein Kopf Amok.


Insgesamt ein superblöder Sonntag, den so kein Mensch braucht und dem man so auch keinen wünscht!



„Guten Abend! – Wer immer Ihr auch seid?!"



Kommentare (3)

Jenny
23. Aug. 2021, 12:50
Stimmt John solche Tage braucht sicher niemand, in die Tonne damit. Schade das Mounty nicht mehr bei uns chattet, sie hätte sicher zu dem Thema Sennerin einiges zu sagen gewusst. Da sie selber öfter alleine auf der Alm hockt und sich um das liebe Vieh kümmert. :D
Hasal
23. Aug. 2021, 17:10
Da muß ich Euch Beiden bei pflichten , solche Tage mag wohl kaum einer:(. Ich finde der Beruf Sennerin ist bestimmt herrlich , hast Ruhe, herrliche Gegend , klar die Arbeit darf keiner sehen dabei.
Oh, dass mit Deinem Freund tut mir echt leid, auch wenn ich Ihn nicht kenne. Jeder Todesfall hat einen bitteren Geschmack , leider.
Hasal
23. Aug. 2021, 17:11
Oh , Jenny solltest Du Mounty irgendwo treffen, bitte liebe Grüße;)
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