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Die Imanity / Kapitel 1/ Die Landlichtung

G
Gelöschter User
26. August 2021(bearbeitet)
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Ich saß im Gras, im Sonnenuntergang. Es war ein langer harter Tag gewesen. Der Wind strich sanft durch das Geäst und über die Felder hinweg, wehte zärtlich durch unser lose gebundenes Haar. Wir waren staubig und schmutzig, vom toben und herumtollen. Eigentlich hatten wir den ganzen Tag bei der Feldernte nur geblödelt bis Vater uns deutete, dass er uns auch gar nicht brauche, wenn das immer so unproduktiv ablaufe. Eine lauwarme Sommerbrise umgab uns beide. Wir schauten auf die halbfertig bestellten Felder und beobachteten wie mein Vater langsam den Traktor zurück tuckern ließ in die Scheune. Von hier konnte man alles überblicken. Es war so schön friedlich, das ganze Umland war eingetaucht in sämtliche Farben und Orangetöne.

Die Gedanken ein jeder von uns schweiften umher, was die Zukunft wohl den einzelnen Reichen bringen würde, wer die macht Übernahme, ob sie dich Lage zwischen den Rassen bald entspannen würde, hätten wir überhaupt eine Chance als unsere Gattung? Weit hinten am Ende des Horizontes erstreckte sich das Meer unserer Insel, dahinter weitere Inseln und Königreiche. Auf der anderen Seite sah man den Berg, beherbergt schon vom nächsten Volk, geführt von einem weiteren König. Den wollen wir noch bestiegen dachte ich lächelnd und schaute sie kurz an. Sie Verstand und seufzte, irgendwann. Wir genossen jeden Feierabend auf unserer kleinen Anhöhe, es war schon sowas wie ein Ritual. Wir schauten an was so friedlich vor uns lag, verunsichert wie lange wir noch was davon haben werden. Es ging lediglich über einen Steg balancierend hinter dem Grundstück meiner Eltern über einen kleinen 1,50 m breiten Bach, durch Grün und die Bäume hindurch den kleinen Berg hinauf bis an die Lichtung unterm Baum.

Komm, wir müssen zurück. Sanft streckte sie mir die Hand entgegen und lächelte mich lieb an. Sie war schon immer die Vernünftigere von uns beiden und stand schon längst, bereit zum Aufbruch. Langsam wurde es dunkel und ihr Satz holte mich aus den Tagträumen raus. Meine beste Freundin, sie hatte grün braune Augen zum Beneiden strahlend klar und so faszinierend schönes rötlich braunes langes Haar, das immer gut saß, egal wie es lag. Sie holte mich aus den Gedanken und wies mir, dass wir sonst bald nichts mehr auf dem Rückweg sähen.

Gemütlich stand auch ich jetzt auf, zog mich federleicht an ihrer Hand hoch. Es gab ein amüsantes Bild, zwei erwachsene Frauen. Die eine klein und blond an der Hand der Anderen, fast einen Kopf größer und immer fröhlich und vergnügt. Der Platz im Schatten unter unserer Linde wurde verlassen. Nochmal blickten wir zurück, freudig auf den nächsten Abend. Wissend, wir treffen uns da wieder. Wie immer eben. Schritt für Schritt ging es durchs Gras, man hangelte sich langsam durch die Bäume wieder runter. Es war schon recht spät heute geworden. Man musste deutlich achten, wo man hintrat. Man sah teils den Boden nicht mehr. Kurz, da rutschte Sie mal leicht ab, aber fing sich wieder an meinem Griff in Ihrem Pulli und den stabilen Ästen um sie herum. Wir balancierten dann zurück über den Bachsteg. Den muss ich auch mal wieder neu und höher, größer machen, der Bach überspült ihn dauernd. Dann wirds echt gefährlich! Erklärte ich nachdenklich. Als wir durch Vaters großen Bauernhof durch spaziert waren an all den Erntemaschinen und Plantage vorbei und am große Hoftor vorne ankamen verabschiedeten wir uns. Ich bot ihr an, ich brächte sie Heim, aber ihr war es nicht lieb, würde ich allein im stockdunklen zurücklaufen. 



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