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Jenny Holmes - Blood on the Fields - 2

Jenny
27. August 2021(bearbeitet)
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Die Überfahrt verlief recht ruhig, Miss Holmes genoss die intensiven Gespräche beim Abendessen mit einigen Leuten, die sich näher kennen gelernt hatte und recht angetan von ihr waren. Das sie, als Frau so ein Abenteuer wagte und dann noch ganz alleine. Ganz besonders liebte sie die Konversation mit einem jungen Mann, der sich Frank Davis nannte. Stundenlang standen sie an Deck und philosophierten über Gott und die Welt. Frank Davis hatte wie Jenny ebenfalls England verlassen um sein Glück in Amerika zu suchen. Sie hatten fest ausgemacht, sobald sie einen festen Wohnsitz hatten sich zu schreiben und eventuell sich mal wieder zu sehen.

An einem nebeligen Morgen im Oktober erreichte die Abyssinia Ellis Island, Jenny Holmes stand an Deck und schaute rüber nach New York. Nur noch durch die Einwanderungsbehörde kommen, dann hat sie es fast geschafft. Die Koffer wurden von Bord gebracht und Miss Holmes reihte sich geduldig in die lange Schlange der Wartenden und Hoffenden ein, zu denen sie ja schließlich auch gehörte. So manch einer verließ die Insel unter Tränen, da ihm die Einreise verweigert wurde und er die lange Fahrt zurück nach Hause antreten musste. Doch nicht so  Jenny Holmes, sie hatte Glück und konnte ohne große Mühen das ihr völlig fremde Land betreten. Sie bekam ihre Einreisedokumente und begab sich sogleich mit ihrem Gepäck zur Fähre, die sie über den Hudson nach New York bringen sollte.Sie schaute empor zu der Freiheitsstatue und konnte ihr Glück nicht fassen endlich ein Teil ihrer Reise geschafft zu haben.

Auf der Fähre begegnete sie auch Frank Davis wieder,der sich wirklich freute sie zu sehen. Man plauderte bis die Fähre ihr Ziel erreichte und die Passagiere in alle Himmelsrichtungen verteilte. Viele wurden sehnsüchtig von Freunden erwartet, man lag sich in den Armen und so manch eine Träne wurde vergossen. Jenny wurde von niemandem begrüßt, da ihre Schwester unten im Süden lebte und sie auf der Farm unabkömmlich war. Doch sie hatte ihr genau beschrieben, wie sie von New York nach Louisiana kommen konnte. Doch bevor sie die lange Reise mit dem Zug in den Süden antreten wollte, mietete sie sich in ein einfaches Hotel ein um sich ein wenig von der langen Überfahrt zu erholen. Sie wusste das noch so einiges an Abenteuer auf sie wartete. Sie nahm noch ein leichtes Abendessen zu sich und begab sich rasch auf ihr Zimmer um bald darauf in einen tiefen, traumlosen Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen verließ sie das Hotel nahm eine Kutsche und fuhr direkt zum Bahnhof um dort den Zug nach Louisiana zu nehmen. Es herrschte ein lebhaftes treiben auf den Bahnsteigen. Sie hatte alle Mühe ihr Gepäck zusammen zu halten. Sichtlich unwohl wartete sie auf den Zug, der sie aus diesem Gewimmel von Menschen heraus bringen sollte. Es kamen ihr Zweifel, ob das ihr neues Leben wirklich sein sollte. Doch weiter kam sie nicht, denn plötzlich grinste sie jemand an. Frank stand wie aus heiterem Himmel vor ihr und ihre Gedanken waren wie weggefegt. "Ich kann sie doch unmöglich alleine den Gefahren des wilden Westens aussetzen" lachte er schelmisch. Jenny schmunzelte und dachte im Stillen. "Wenn Du wüsstest, was ich alles schon erlebt habe ".



Kommentare (2)

Fizzy Lemon
27. Aug. 2021, 22:14
Super erzählt und auch bildhaft. Die kleine Romanze mit Frank ist auch ein schöner Farbtupfer in der Geschichte. Weiter so!
Hasal
28. Aug. 2021, 08:46
Oh wieder sehr gut geschrieben, bin gespannt was noch so alles passiert. Ein Frank ist auch an Ihrer Seite, dass kann nur gut ausgehen. Ja weiter so;)
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