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Jenny Holmes - Blood on the Fields - 3

Jenny
30. August 2021(bearbeitet)
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Sie zwängten sich durch den engen Gang bis sie ein Abteil fanden, wo noch gerade zwei Plätze frei waren. Jennys Gepäck verfrachtete man in den letzten Wagen, der extra dazu diente um größere Gepäckstücke dort zu lagern. Sie fühlte sich nicht sonderlich wohl in dem völlig überfüllten Zug, doch auch das würde sich legen, je länger die Reise dauerte. Außerdem hatte sie ja mit Frank einen charmanten Begleiter, der ab und an, wenn sie gerade aus dem Fenster sah, einen flüchtigen Blick auf sie warf. Sie schaute auf Städte die an ihnen vorbei zogen, überquerten unzählige Brücken und allmählich wurde die Landschaft grüner. Felder auf den Menschen ihre tägliche Arbeit verrichteten zogen an ihr vorbei. Sie das erste mal eine Büffelherde die ganz nahe an ihrem Wagon vorbei raste, aufgeschreckt durch das schnaufen der Dampflokomotive. "Fehlen bloß noch die Indianer" lachte Frank. Jenny schaute ihn grinsend an, er ahnte wohl was sie dachte. Je weiter sie von New York fort kamen, desto leerer wurde das Abteil, was die beiden nun ganz für sich hatten. Die Ruhe tat ihr gut und so dauerte es nicht lange bis sie einschlief.

Sie wusste nicht wie lange sie geschlafen hatte, doch plötzlich stupste Frank sie sachte an. "Miss Holmes,aufwachen, der Zug hält hier für eine Stunde". Jenny schreckte hoch, wusste erst gar nicht wo sie sich befand. Doch dann stieg sie mit Frank aus um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Der Zug musste seinen Vorrat an Kohle erneuern und Wasser wurde auch nachgefüllt. Frank und Jenny liefen an den Baumwollfeldern lang, wo gerade Sklaven dabei waren sie zu pflücken und in große Säcke zu stopfen. Männer, Frauen und sogar Kinder waren dabei rasch die Baumwolle zu pflücken. Immer unter den Augen mehrerer Weißer die auf ihren Pferden saßen und die Sklaven nicht aus den Augen ließen. Jenny beobachtete wie eine offensichtlich schwangere Frau nicht mehr konnte und sich für einen Moment hin setzte. Sofort schnautze sie einer der Wachmänner an und hob seine Reitgerte um sie damit zu schlagen. "Hey, was soll das,lassen sie die Frau in Ruhe" schrie ihn Jenny an."Sehen sie nicht das sie müde ist und nicht mehr kann ?". Der Mann ließ von der Frau ab und ritt auf Jenny zu. "Guten Tag Madam" sagte er. "Steigen sie wieder in den Zug und kümmern sie sich nicht um Dinge die sie einen feuchten Dreck angehen" zischte er sie an. In Jenny stieg der blanke Zorn hoch, doch bevor sie noch was sagen konnte packte Frank sie am Arm und zog sie zurück in den Zug.

Es dauerte eine Weile bis er sie wieder beruhigen konnte und erklärte ihr das das im Süden hier so üblich ist. Jenny hatte alle Mühe das zu verstehen und wusste, das das noch einiges an Ärger mit sich bringen würde. Womit sie mal wieder Recht haben sollte. Bis die Reise wieder weiter ging saßen beide wortlos im Abteil und Jenny blickte auf die Felder wo die Sklaven ihre Arbeit taten. Während sie die Wolle pflückten stimmten sie in ein Lied ein, erst einer dann immer mehr bis alle sangen und rhythmisch dazu in die Hände klatschten. Das beeindruckte sie doch sehr und auch als sie längst wieder unterwegs waren, klang das Lied der Sklaven noch in ihrem Ohr.



Kommentare (2)

Fizzy Lemon
30. Aug. 2021, 12:02
Super. Und wie Recht Jenny Holmes haben wird, lesen wir bestimmt in der Fortsetzungen, auf die ich gespannt warte.
Hasal
30. Aug. 2021, 16:56
Oh super , wieder ein neuer Teil. Bin echt gespannt, was Sie noch alles so erleben wird.;)
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