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Das Weindorf (Schreibprojekt Jenny und Sora)

G
Gelöschter User
1. September 2021(bearbeitet)
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 Jenny 

Jenny Cotton, die Tochter des berühmten FBI Agenten schwang sich lässig in ihr Cabrio um endlich ihren wohlverdienten Urlaub zu genießen. Sie hatte vor den Ort zu besuchen, an dem sie ihre Kindheit verbrachte. Ein kleiner verschlafener Ort in Unterfranken, nicht weit von Würzburg entfernt. Sie genoss die Fahrt mit offenem Verdeck, der kühle Fahrtwind wehte durch ihr blondes schulterlanges Haar. An einer besonders schönen Stelle hielt sie ihren Wagen an, stieg aus und genoss den herrlichen Blick über ihr ehemaliges zuhause. Sie freute sich sehr darauf und hoffte doch das sie wenigstens einige ihrer früheren Klassenkameraden treffen würde, sofern sie dort noch leben sollten. Sie legte ihr buntes Kopftuch um, dazu eine äußerst coole Sonnenbrille und legte die letzten paar Kilometer ohne Probleme zurück.

Langsam rollte sie auf den Ortseingang zu, so viele Erinnerungen an vergangene Tage kamen plötzlich in ihr hoch. Wie oft ist sie hier mit ihrer besten Freundin Simone Herbst entlang geschlendert, man hat sich die intimsten Geheimnisse anvertraut, an all das musste sie denken. Viel hatte sich nicht verändert, so als wäre sie gerade eben erst von hier fort, dabei sind fast 10 Jahre ins Land gegangen, ohne das sie jemals wieder hier war.

Nachdem ihr Vater Deutschland verlassen hatte und sie und ihre Mum alleine zurück ließ, reiste sie, als sie 18 wurde zu ihm nach Amerika. Dort jobbte sie bei einem Privatdetektive, der ihr so einiges beibrachte, was ihr später hier noch von großem Nutzen sein würde. Doch das Heimweh trieb sie letztendlich wieder nach Hause zurück. Sie hatte vor sich hier nieder zu lassen und eine eigene Privatdetektei zu eröffnen. Sie hatte sich ganz in der Nähe, in einer kleinen engen Gasse eine kleine Wohnung angemietet, das sollte erstmal genügen fürs erste, dachte sie sich. Nachdem sie die Wohnung besichtigt hatte und ihre Koffer ausgepackt waren legte sie sich erschöpft von der langen Fahrt in ihr Bett und schlief alsbald auch ein.
Es war ein traumloser tiefer Schlaf, als sie erwachte begann er bereits zu dämmern. Jenny sprang rasch aus dem Bett und von dort aus gleich unter die Dusche. Das kalte Wasser tat ihr gut und half dabei schnell wieder wach zu werden. Da sie mächtig Hunger hatte beschloss sie in ihr damaliges Lieblingsrestaurant zu gehen, wenn es denn noch existieren sollte. Sie schlüpfte in eines ihrer Sommerkleidchen setzte ihre Sonnenbrille auf und machte sich sogleich auf den Weg. Sie mochte diese engen Gassen, die noch so waren, wie vor 10 Jahren. Sie war gespannt, ob es den "Fetten Ochsen" noch gab, wo sie so manche Stunde verbracht hatte. Sie bog in eine der verwinkelten Seitenstraßen ein und tatsächlich ihr Lieblingsrestaurant war noch immer da. Ein lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit und freudig betrat sie den "Fetten Ochsen".

Sie suchte sich einen zweier Tisch ganz in der Ecke aus, um ihre Ruhe zu haben, griff nach der Speisekarte, die sich kaum verändert hatte und blickte sich im Lokal um, ob sie vielleicht ein bekanntes Gesicht erblickte.

Sie erschrak kurz, als die Bedienung urplötzlich neben ihr stand und sie nach ihren Wünschen fragte. Jenny schaute zu ihr hoch, was recht einfach war, war diese Person nicht gerade groß. Jenny nahm ihre Sonnenbrille ab und sagte zu ihr. "Mone? Simone Herbst ? "Ähm, ja, die bin ich".

Dann machte es auch bei ihr klick und die beiden umarmten sich, so wie sie es früher immer taten, wenn sie sich mal länger nicht sahen.


sora 

"Mone? Simone Herbst?" - "Ähm, ja, die bin ich", entgegnete Mone entgeistert und es funkte bei ihr. IST nicht WAHR, dachte Mone und beide umarmten sich innig und fest. "Was machst DU denn hier? Wars dir nicht zu langweilig hier? Wolltest du nicht nach Great Big America? Warte kurz". Mone lächelte Jen an und ging kurz hinter die Theke und verschwand in der Küche. Jen Cotton merkte, sie hatte gar nicht bestellt. Aber sie wartete auf Frau Herbst. Lang war es her und da kam sie wieder. Scheinbar hatte sie ihre Schürze und das Kellnertäschchen abgelegt und sie setzte sich zu Jen. Da kam auch schon der Kollege, Sebastian, er stellte ihnen einen lieblichen Rose auf den Tisch, goss sogleich zwei Gläser ein und beide unterhielten sich angeregt. Jenny bekam errötete Wangen, der Wein zeigte scheinbar direkt Wirkung, aber das Magengrummeln war Mone nicht entgangen. Sie ließ in der Küche einen Salat ordern und die besten Spaghetti Scampi die es im ganzen Landkreis gab. " Das Rezept habe ich selbst entwickelt, es ist mit Weißweinsoße, koste es". Beide unterhielten sich den ganzen Tag und Abend bis spät in die Nacht. Die typischen Fragen. Was hast du gemacht? Wo warst du da? Was machen die anderen? Wie gehts der Familie? Wie gehts dir? Hast du jemanden? Und vieles mehr wurde thematisiert, man brachte sich auf den neusten Stand und gleichzeitig checkte man die Begebenheiten aller Anderen alten Klassenkameraden ab. Simone wahr wohl eine der letzten die im Ort blieben, auch wenn sie selbst einige Jahre weg in der Großstadt war um sich die "Hörner abzustoßen". Jen ging irgendwann zurück in ihre neue kleine schnuckelige urige Wohnung. Mone ging auch die gepflasterten Straßen ein Stück lang mit entlang bis sie sich nochmal umarmten und sagten "Schön das du wieder da bist!". Mone ging noch ein wenig spazieren, sie war froh das mal wieder wer da war, der zwischen der Bewirtung und der Langeweile ein wenig leben reinbrachte in das verschlafene Nest. Mehr wie heiße Sommer, endloser Tourismus und "Welcher ist ihr bester Wein" war hier auch nicht mehr. Dann landete auch sie Zuhause, in einem riesen großen Haus mitten im Dorf. Es war ein kleines Schnäppchen. Sie durfte zwar wegen Denkmalschutzes nur in Stand halten, aber das war ihr egal. Es hatte Charm, die Wände waren schief, innen wie außen, der Keller riesig und ein weiteres mal unterkellert mit einem Jahrhunderte alten Weinfasslager.

Es war schon mitten in der Nacht, langsam schaltete Mona die Musik aus und sah noch mal aus dem Fenster, tausende Sterne waren zu sehen. Sie trank noch ein Glas Wein, die letzten Schlucke und legte sich zu Bett, schlummerte ein. Versank in Träume von früher, als sie auf den Dorfmauern kletterten, sich um 3 an der Linde einem großen Baum trafen und Räuber und Gendarm spielten durch die engen Gassen. Sie war Meisterin darin, niemand fand sie je zwischen den Hauswänden und kleinen Schlupflöchern. Wenige Straßen weiter ließ Jenny Cotton den Tag sacken, die lange Autofahrt vom Frankfurter Flughafen nach Unterfranken davor, das ankommen im Ort, die ersten Eindrücke und Bilder, das wiedersehen mit Mone. Sie hatte den Wein und die Berge, das gute Essen und den Dialekt so vermisst. 10 Jahre zuvor war sie SO satt davon, nun hatte sie es einfach so sehr in tiefstem Heimweh vermisst. Das ruhige Leben am Main, die Weinfeste und die Sportvereine mit ihren Limonaden und Bratwürstchen und Wochen endlichen spielen in der Bezirksliga. Amerika war schon wundervoll, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, SO viele Fälle. Spannend wars, aber sie freute sich darauf Endlich HIER ihre Detektei aufzumachen, in wenigen Wochen, wenn die fertig geurlaubt hat und angekommen ist.Sie strich sich das Kleid ab und sank direkt
ins wohlige Bett, die Augen fielen zu, erst jetzt merkte sie wie anstrengend das alles war, der Umzug und die Reise. In wenigen Stunden musste sie raus und die Spedition kommt mit ihren Möbeln und den Kartons. Der Geist war zwar voll, aber er gab der Müdigkeit direkt nach und sie schlief.Mitten in der Nacht klingelte ihr Telefon,
Jenny Cotton ignorierte es und drehte sich um, sie wollte schlafen. Unbedingt! Bald ist es morgen und Spedition "Möbel Fix" steht dann auf der Matte. Aber nichts da! Es klingelte Sturm bei ihr, doch niemand wusste wo sie nun wohnte so genau, nur den Ort.Wer konnte es also sein? Es fiel ihr wie
Schuppen von den Augen, es musste Mone sein...

"Jen?!?!" rief es, Mone klingelte nicht zum spaß, das hörte man. "JEN, verdammte Scheisse mach auf!!". Mone hämmerte an die Tür mittlerweile und Jenny konnte nur noch fix ihren aus einem Hotel geklauten graufen Plüschmorgenmantel umwerfen ehe sie die Tür aufriss. "Was ist den Los Mone?!".Jennys Frage wurde nicht mal beantwor
tet, ehe sie dir Tür öffnete polterte Simone Herbst schon aufgedreht und aufgelöst hinein und lief durch die Wohnung als würde sie sie auswendig kennen. Sie ging im Kreis, wischte sich die Tränen weg. "Ich brauch erst mal Kaffee!", und kochte sich einfach so Kaffee an Jens nagelneuer Kaffeemschine und quatschte und sabbalte ungebremst und aufgeregt in tiefstem Dialekt eines nach dem anderen raus. " Du wirst es nicht glauben wen sie gefunden haben!". Jenny hörte totmüde zu und tapste ruhig in ihrer eigenen Wohnung Mone hinterher, machte sich auch eine Tasse heißen Gebräus, aber jedoch Tee. "Den Sebastian! Du weisst schon, den der uns bediente, du erinnerst dich doch an ihn? Der war doch auch mit uns in der Schule! Der soll sich erhangen haben! Ich glaub das nich! Das müssen wir uns ansehen!Aber wir kommen da niemals rein,d er hat sich doch nie?!?! Jen, jetzt sag doch ma was, du weisst doch sonst immer für alles was!" Mone sah sie fieberhaft an.Jenny Cotton ganz FBI Agentin schaltete
vom persönlichen um ins berufliche. "Wir werden da nie reinkommen.", überlegte sie ganz ruhig. Doch dann überkam es ihr, das was sie von Mutter und Vater gelernt hat. "Okay, ich glaub dir, wenn du sagst Sebastian würde das Nie tun, dann schauen wir es uns an. ABER! Du tust genau was ich sage! Keine spuren, verstanden?".Jen zog sich an und ging mit der ungeduldigen Mone los..


Jenny 

Es war nicht sehr weit zu Sebastians Wohnung, klar das Gelände ums Haus war abgesperrt, so wie Jen es vermutet hatte. Mone zog an Jenny´s Mantel vor lauter Ungeduld. "Ich hab da eine Idee wie ich ins Haus komme" grinste sie. Mone blickte ernst "Und was ist mit mir ?". "Du bleibst erstmal schön draussen,Miss Marple" sagte Jenny grinsend. Mone schmollte und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. Jen ergriff die Initiative und schlüpfte unter dem Flatterband hindurch. "Hey,was soll das" polterte einer der Polizeibeamten los. "Ähm, ich wohne hier" antwortete Jen. Bevor der Polizist noch ein Wort sagen konnte, war sie im Haus verschwunden. Die Wohnungstür stand weit offen,so konnte sie rasch einen Blick ins Innere erhaschen, leider nicht sehr viel, da der Tote bereits im Zinksarg verfrachtet wurden war. Nachdem er abtransportiert wurde, klebte einer der Beamten ein Siegel vor die Türe, das niemand unerlaubt die Wohnung betrat.

Jen öffnete eines der Fenster im Treppenhaus und winkte Mone zu sich nach oben. Mit saurer Miene tapste sie die Stufen hoch und würdigte Jenny keines Blickes. "Ey sei mal nicht so mürrisch Fräulein, Du bekommst schon noch Deine Aufgabe, und überhaupt, ich bin hier die Detektivin" lachte Jenny. Viel konnten die beiden eh nicht machen, so beschlossen sie am Abend wieder zu kommen, um der Sache näher auf den Grund zu gehen. Die beiden schlenderten durch die Gassen zurück, als Jenny den Wagen von "Möbel Fix" erblickte. "Ach, du Scheiße, die hab ich ja völlig vergessen". Die Jungs waren nicht sehr begeistert, das sie fast ne Stunde warten mussten.

Jenny Cotton entschuldigte sich und der Name war Programm, fix waren die Möbel in ihrer kuscheligen Wohnung. Mone half ihr natürlich beim auspacken der Kartons, weil sie darauf spekulierte ein paar von Jenny´s berühmten Kekse zu bekommen, die sie damals in der Schule schon am besten hinbekam. "So, sagte sie, das fleißige Bienchen hat sich jetzt eine Belohnung verdient" und grinste schelmisch dabei. Verdammt, dachte Mone ihre Kekse sind noch besser als damals und dazu mein geliebtes Heißgetränk, was kann es schöneres geben.

Die zwei Mädels verabredeten sich für den Abend vor Sebastians Wohnung, da noch ein wenig Zeit war genoss Jennifer ein heißes Bad mit viel Schaum und einem Gläschen Wein, dezent lauschte sie Musik von Bill Evans, den sie im Hintergrund spielen ließ. Dann schlüpfte sie in lockere Kleidung, damit ihr Unternehmen starten konnte. Um Punkt Mitternacht trafen sie die beiden wie ausgemacht vor dem Haus. Mone stand an der Ecke komplett schwarz gekleidet und Jenny erschrak, als sie urplötzlich neben ihr stand. "Mensch, du Nudel, hast Du mich erschreckt" fuhr sie Mone an, die sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen konnte. Sie wollten gerade rüber zur Eingangstür, als diese sich öffnete und eine alte Dame mit ihrem Hund noch mal raus zum Gassi gehen ging. "Was für eine Fügung der Schicksals" sagte Jen und die zwei Gestalten huschten unbemerkt hinein.

Vor der Türe angekommen fackelte Jen nicht lange und entfernte das Siegel an der Türe kurzerhand. Mone staunte nicht schlecht. "Keine Angst Kurze, das mache ich wieder dran, so das keiner was merkt" "Kurze ? " Jen grinste und öffnete sachte die Türe. In der Wohnung roch es muffig und überall lag dick der Staub auf den Möbeln, die Fenster schienen ewig lang nicht geputzt worden sein. In einer Ecke standen Unmengen von leeren Flaschen herum. "Scheint sich gerne mal einen über den Durst getrunken zu haben " stellte Mone zielsicher fest. Der Aschenbecher auf dem Tisch quoll über von Kippen, die er entweder alleine geraucht hatte, oder jemand war bei ihm gewesen. "Hm, auf dem Fußboden sind verschieden Abdrücke zu sehen " teilte Jenny Mone mit. "Sieht aus, als hätte er Frauenbesuch gehabt " "Oder ein Mann mit sehr kleinen Füßen " grinste Mone. Jenny machte fix ein paar Fotos mit ihrem Handy und dann beschlossen die zwei, die Wohnung schleunigst wieder zu verlassen, bevor jemand sie bemerkte. Ich werde das Fotomaterial sichten und dann schauen wir mal, ob wir was in seinem Freundeskreis heraus finden können. "Wenn Du möchtest, kannst Du die Nacht bei mir schlafen, Mone ". "Dann können wir direkt nach dem Frühstück an die Arbeit gehen ". Das ließ sie sich nicht zweimal sagen, die zwei verließen das Haus ohne das irgendjemand was bemerkte. Als sie im Bett lagen grübelte jede für sich über diesen Fall, bis die Müdigkeit schließlich über die beiden herein brach.

Gleich beim ersten Hahnenschrei wurde Jennifer wach, zuerst musste sie mal Mone weg rollen, die irgendwie im Schlaf halb auf sie drauf lag. Vorsichtig stieg sie aus dem Bett, schlüpfte geschmeidig unter die Dusche, fix noch die Beine rasiert und fertig für die Welt. Während Mone noch fest am schlafen war, eilte sie zum nahegelegenen Bäcker um frische Brötchen zu holen. Als sie am Tatort vorbei lief bemerkte sie eine junge Frau, die auffällig zum Fenster starrte das zu Sebastians Wohnung gehörte. Unbemerkt holte sie ihr Handy aus der Tasche und machte rasch ein Foto von der Frau, vielleicht kannte Simone ja die Unbekannte. Dann machte sie sich auf den Weg zu ihrer Wohnung, wo Mone gerade dabei war sich einen Kaffee auszuschütten. "Schau mal " sagte Jen, "Kennst Du diese Frau ? ". Simone sah sich das Foto an, doch ihr kam das Gesicht nicht bekannt vor. "Mist ich hatte gehofft, Du könntest uns weiter helfen". Die beiden genossen das Frühstück und verließen danach die Wohnung Richtung Tatort. Die Frau war natürlich längst nicht mehr da und ins Haus wollten sie auch nicht, denn die Wahrscheinlichkeit dabei gesehen zu werden war doch recht groß. Simone machte den Vorschlag einen seiner besten Freunde zu kontaktieren, vielleicht könnte das des Rätsels Lösung sein.


sora

Nun standen sie beide da, Jen und Mone.
Die eine ausgeschlafen und erholt, tiefenentspannt mit Sonnenbrille und im Kleidchen wir eine Mustertouristin und die andere Todemüde mit dem Kissen noch halb im Gesicht und einem Kaffee in der Hand."Hast wohl wenig geschlafen Zuckerschnu
te?", fragte Jen. "Ne nicht wirklich, aber ich denke gerade nach.", entgegnete Mone. Es war allgemein bekannt, wenn Mone dachte, Klappe halten. Man sah sich um und Jen wartete geduldig ab. " Du? Wir können gar nicht einfach so rumfragen ob wer die Frau kennt Jen." - "Ja, ich glaub da hast du auch irgendwo recht. Und Nun? Kleine Hobbykriminologin?". " Wie bitte? Misses FBI? Ich dachte du bist die Profi Agentin Null Null Blondi! Na ich würd sagen wir sehen uns nochmal das Haus und seine Wohnung an! Natürlich, wenn die Ermittler raus sind Jen."Gesagt, für gut befunden und für später er
ledigen geplant. Noch immer waren die Polizisten zugange. Die beiden Mädels saßen nicht unweit des Tatorts auf einer Bank und tranken Kaffee und Tee. Astronauten kehrten ein und aus, trugen Handschuhe und weiße Tatortanzüge. Allerlei schleppten sie an, an Untersuchungsgeräten. Ab und an lief ein Dorfbewohner vorbei. Irgendwie liefen in dieser Straße plötzlich alle Leute langsamer und kamen Öfter vorbei. Langsam wurde es spät und die Sonne ging unter, mit ihr gingen dann auch endgültig die Streifenwagen. Da war sie wieder, die unbekannte Frau. Wieder sah sie am Haus hinauf, man sah wie sie eine Träne weg wischte und einen Strauß niederlegte." Verdächtig" beobachtete Mone.
"Sehr, eine absolut Fremde. Noch nie im
Ort gesehen und scheint unser Opfer zu kennen." flüsterte Jen.Langsam war auch diese Frau weg und die
beiden konnten sich endlich hinein begeben, völlig Bewegungsfrei und ihre eigenen Untersuchungen anstellen. "Dieses Mal Jen, müssen wir mehr wühlen in allem. Und denk an alle Verstecke, Keller und den Dachboden. Irgend etwas muss zu finden sein. Sebastian hätte seine Wohnung nie so verkommen lassen und zugequalmt!"Und sie gingen mit einem letzten heimlichen umsehen hinein...


Jenny

Wie immer hatte Jennifer Cotton das polizeiliche Siegel gekonnt entfernt, so das niemand verdacht schöpfen konnte. Wie zwei flinke Mäuse huschten die beiden durch Sebastians Wohnung. Drehten alles zweimal auf links, aber sie konnten nichts finden, was für die beiden von Interesse war. Frustriert wollten die beiden schon aufgeben, da stieß Simone einen spitzen Schrei aus, hüpfte wie ein Flummi auf und ab. "Was ist los" fragte Jenny. "Ich habe ein Fotoalbum gefunden und rate mal wer darin zu sehen ist ?".  "Diese unbekannte Frau ?" antwortete Jenny. Von Mone kam bloß ein "Yes". Sie blätterten das Album langsam durch und stießen immer wieder auf Bilder von ihr. Unter eines der Fotos stand ihr Name geschrieben "Stephie". 

Jetzt wissen wir schon mal wie die Dame heißt. Jen und Mone verließen so heimlich wie sie kamen auch wieder das Haus. Sie wollten gerade um die Ecke biegen, als Jenny sich noch einmal umschaute. Und da war sie wieder die Fremde. Doch dieses mal beschlossen die beiden sie nicht wieder ziehen zu lassen. Sie machten auf dem Absatz kehrt und liefen geradewegs auf sie zu. "Stephie" rief Mone, sie erschrak und lief den beiden davon, doch Mone und Jen waren wesentlich schneller und bekamen sie zu packen. "So, Fräulein, jetzt mal Butter bei die Fische" sagte Jen. "Was suchen sie hier ständig und wie standen sie zu Sebastian?". Die beiden stellten sich ihr vor und schlugen vor, zu Jenny nach Hause zu gehen. Stephie willigte ein. Dort angekommen machte Mone für alle einen türkischen Apfeltee und reichte Kekse dazu. Stephie fasste allmählich vertrauen zu den beiden Mädels und begann zu erzählen....



Sora 

"Ihr kennt Sebastian gut? " fragte Stephie unsicher. Es kamen nur erwartende weiche und sanfte Blicke von Mone und Jen. Sie gaben der Frau trotz ihrer Neugierde, Zeit und Raum in Ruhe zu berichten. Stephie nippte nochmal an ihrem Heißgetränk und setzte dann an. "Er kellnert doch bei dir im Stern, Mone? Wenn ich dir nun sage, der Chef, Harald, er ist sein Vater...Was sagst du dann?"

"Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee?! Das glaub ich nicht!" brach es aus Mone raus. "Ich mein ich weis das Harald ihm den Stern übergab, es war ein Skandal, was sollte ein Bursche aus dem Schwarzwald, absolut grün hinter den Ohren denn mit dem Restauran Stern...Aber nee! Ich mein...." Jen schaute ganz erstaunt, sie Verstand nichts. Simone stand auf, lief durch Zimmer, brabbelte und murmelte vor sich hin.

"Doch, es ist aber so! Sebastian ist sein Sohn, ich kenne ihn noch aus meiner Jugend. Er Sagte, sein Vater habe ein Restaurant in einem Weindorf."

"Und was habt ihr miteinander zu schaffen?", knallte es haltlos und fast schon fies zischend aus Mone.

Jen ergriff das Wort. " Jetzt ist mal Ruhe! Und du, setz dich! Das heisst also, es ist nicht wie ich dachte, das Harald noch den Stern hat und Mone kellnert als Tochter, sondern Sebastian bekam ihn, weil er der Sohn ist? Aber was ist dann mit Mone? Sie ist doch immer da gewesen und Haralds Tochter?"

Jen sprach aus was Mone zum Aufspringen brachte, sie sollte einen Bruder haben, der die ganze Zeit vor ihren Augen kellnerte und der nun Tod war. Einen Bruder, der einfach so den Laden bekam, nur weil er der Sohn war. Obwohl sie Jahre alles investierte im verschlafenen Örtchen.
Mone setzte sich still hin und sprach nichts mehr, keine Regung mehr. Man spürte regelrecht im Raum wie sie erfror und in ihrem Kopf eines nach dem anderen Klick machte. Das Gespräch wurde fortgeführt, die FBI Agentin fragte Stephie nun in welcher Beziehung sie zu dem ganzen Stünde.

"Ihr müsst wissen, Sebastian wuchs in einem kleinen Ort im Schwarzwald auf bis er dann später nach der Schule in die Heimat ging, um Vater zu suchen. Er fand es wunderschön in den Bergen und am See und lernte Koch und Hotelfachmann, aber es fehlte ihm immer was. Er wirkte immer so leer, so gedankenversunken. Alle hatten einen Papa. Naja, er und ich wir waren sehr sehr eng. Schliesslich haben wir eine Mutter...", Stephie brach kurz ab und sah Mone an, ders scheinbar zuviel war. Aber das war nun egal, nun war die Messe eh gesungen. "...Harald war mit einer Frau zusammen mit der er Sebastian und mich bekam, jedoch wollte keiner von beiden seine Heimat verlassen und sie trennten sich. Später waren es dann eben Mama, Sebastian und ich. Wir wussten nie wie es Harald geht. Bis Sebastian ging. Jedoch wollte ich nie hier her und Vater kennen lernen. Ich weis selber auch nicht was ich hier mache... und naja.. nun stehe ich da.. Vater nie gekannt...", Stephie kämpfte mit den Tränen, fortführen das ihr Bruder nun auch Tod war, konnte sie nicht. Das hätte alle Dämme gebrochen.


Mone stand einfach auf schweigend und ging raus an die Luft. Mittlerweile war es nacht um 3:36Uhr. Sie spazierte orientierungslos durchs Dorf. Was sie einst so auswendig kannte war kalt dunkel und fremd. Aber ihre Schirtte führten sie ins Restourant. Sie schloss auf und ging hinein, ihr Blick schweifte umher, sie fuhr mit den Fingern über di Tische, die Sebastian einst bediente, ihr Bruder. Die ganze Zeit vor ihren Augen. Sie dachte immer, es gäbe nur Vater Harald, Mutter Inge und Sie. Sie dachte immer, wenn sie groß sei, übernähme sie als einzige Verwandte.

Aber es ergab eben alles keinen Sinn, warum ist Sebastian Tod, weshalb kam Stephie zufällig genau dann hier her wenn er stirbt? Ihr fahriges Gemüt wandelte weiter und sie dachte drüber nach, wie Mone in der Jugend mal auf Sebastan stand, dann auf sie. Später fand Jen aber erfüllung in ihrem Traum Amerika.

Unterdessen bot Jen der aufgelösten Stephie einen Wein an und eine Dusche, sie könne auch baden. Einfach mal abschalten und dann auf dem Sofa schlafen. Jen fragte sich was das alles solle, Harals..die Kinder, die Geheimnisse. Warum sagte man Mone nichts?


Jenny

Als Stephie unter der Dusche stand setzte sich Jenny Cotton zu Mone und sagte ihre, das sie endlich mit der Wahrheit raus rücken sollte. Mone druckste noch eine Weile, dann sagte sie "Ach was solls,Du findest es ja eh heraus". Ich ging an dem besagten Abend zu Sebastians Wohnung um ihn zur Rede zu stellen". "Als ich kurz vor seinem Haus war,sah ich wie Stephie gerade es verließ und die Gasse runter lief". "Ich schlüpfte durch die Eingangstür, lief die Treppen hoch zu seiner Wohnung"."Nachdem ich geschellt habe und er mich zu sich hinein gebeten hatte,tranken wir ein Glas Wein und ich fragte ihn,ob das alles stimmte,das er mein Bruder ist und den Stern erbte"

 "Er hatte schon einiges getrunken und wurde aggressiv, als ich ihn darauf ansprach". "Es kam zu einem Handgemenge, ich schnappte mir einen Schal der dort lag und irgendwie gelang es mir ihm diesen Schal um den Hals zu wickeln". "Er wehrte sich und ich zog immer fester zu, bis er sich nicht mehr regte, ich bekam Panik und ließ es so aussehen,als ob es Selbstmord wäre". 

Jenny hörte aufmerksam zu und musste leider das tun, was sie gerne vermieden hätte. Sie griff zum Handy und rief die Polizei. Als Stephie wieder aus dem Bad kam sah sie gerade noch wie sich Mone widerstandslos abführen ließ. Jenny nahm Stephie zur Seite und erzählte ihr was vorgefallen war. Dann verließ sie Jenny´s Wohnung und kehrte nie wieder ins Weindorf zurück.


Sora

Man erfuhr nie mehr wohin Stephie verschwunden war, sie habe wohl all ihre Ansprüche abgetreten und sei irgendwo in den Pott gegangen. Mone saß schweigend ihre Zeit immer weiter und weiter ab für Monate, bald  ein und einhalb Jahre, während Jenny nach und nach tatsächlich recht gut mit ihren Fällen vorran und ankam im Weindorf. 

Irgendwann stand Jenny vor der Zelle, sie schob einen Kaffee Mone zu als sie zusammen dann drin saßen und redeten. "Wird Zeit das du zu siehst, das du deine Sachen packst. Ich konnt einiges Deichseln und Drehen. Darfst raus, wir haben eine Notwehr draus gemacht", sagte sie zu Mone. Die schaute ganz erstaunt und suchte dann kommentarlos ihre Sachen zusammen. 

Das Restourant hatte man an andere abgegeben, es war jetzt ein italienier in de eine elegante schwarzhaarige adrett gekleidete Schönheit leitete. Ihr Elternhaus war verkauft und der Ruf ruiniert. So lebte Mone sich auf Jennys Sofa und in ihrer Wohnung ein, backte Kekse und machte Kaffee, während sie im Hintergrund Jenny bei ihren Fällen half.


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