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Neues von der kleinen Hexe Jen - Der Trompetenpilz

Jenny
12. September 2021(bearbeitet)
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Gelangweilt hing die kleine Hexe ihren letzten Pilz auf die WĂ€scheleine um ihn zu trocknen. WehmĂŒtig schaute sie ihm dabei zu, wie er sich im Wind hin und her bewegte. Sie langweilte sich, da der OberschlauchfĂŒhrer, BrieftrĂ€ger und neuerdings auch Radiosprecher sich ein paar Wochen Urlaub gönnte. Durch den Stress den er meist durch die kleine Hexe hatte, wenn das auch alles nur Missgeschicke waren, hatte er sich ein paar Wochen Erholung redlich verdient.

So beschloss sie ihre beste Freundin die KatastroFee Avery zu besuchen, lange hatten die beiden sich nicht gesehen. Außerdem musste er Vorrat an Pilzen wieder aufgefrischt werden. Im Hexenbuch ihrer Tante las sie nĂ€mlich das der seltene Trompetenpilz fĂŒr so manchen HexenbrĂ€u sehr wichtig war. So packte sie einige Sachen zusammen verabschiedete sich von ihrer Hausspinne Eulalia und hĂŒpfte elegant auf ihren Besen, grummelte einige Zauberwörter und mit einem heftigen Ruck schoss der Besen mit ihr ab in die Höhe. "Huiiiiiiiiiiiii"  lachte sie laut, als sie davon schoss und dicht ĂŒber die Köpfe der Leute sauste. Die Erwachsenen schimpften laut was ihr denn einfalle so riskant zu fliegen, die Kinder lachten und winkten der kleinen Hexe freundlich zu. Gerne winkte sie ihnen zurĂŒck und lachte laut dabei. Rasch war das Dorf in dem sie lebte nicht mehr zu sehen, sie flog ĂŒber Wiesen, Seen und WĂ€lder bis sie aus der Ferne schon das HĂ€uschen von Avery erblicken konnte. Mit einem Ruck brachte sie ihren Besen zum stehen mitten in der Luft. "Supi, lachte sie, die Bremsen funktionieren wie eine Eins". 

Avery flog Vogelwild um das Dach ihres kleinen HĂ€uschens herum und wirkte mal wieder völlig konfus. "Hey Avery" , rief Jen ihr freundlich zu. Die Fee hielt kurz inne, dann rastete sie vor Freude völlig aus. "Jen, Jen, ich glaub ich seh nicht Recht, bist Du es wirklich ?" Das Wiedersehen fiel herzlich aus, man knuddelte und busselte sich ab, als wenn es kein Morgen gĂ€be. "Was flatterst Du eigentlich so wild herum " fragte die kleine Hexe. "Ach die doofe Antenne fĂŒrs FernsehgerĂ€t Ă€rgert mich, ich kann doch nicht gleichzeitig oben die Antenne richten und unten schauen, ob das Bild in Ordnung ist". "Warte nur ich helfe Dir fix" sagte die kleine Hexe und verschwand in Averys HĂ€uschen. Sie fummelte eine Weile auf dem Dach herum, es rumpelte und schepperte, dann rief Jen plötzlich "Halt so bleiben, nicht bewegen, das Bild ist jetzt sowas von klar" . "Na prima " hörte sie Averys Stimme sagen und sah sie direkt vor dem Fenster baumeln. Sie rutschte mit samt der Antenne vom Dach blieb mit dem Fuß im Kabel hĂ€ngen und schwang nun recht hilflos vor dem Fenster hin und her. Jen lachte bei dem Anblick, das war typisch KatastroFee, sie befreite sie aus ihrer misslichen Lage und brachte dann die Antenne wieder aufs Dach. WĂ€hrend eines gemĂŒtlichen Fernsehabend erzĂ€hlte Jen der KatastroFee das sie Trompetenpilze sammeln möchte. Avery erschrak, denn sie mussten dazu in den dunklen Teil des Waldes, wo es von finsteren Gestalten nur so wimmelte. Sie erzĂ€hlte schaurige Geschichten ĂŒber den finsteren Wald, das beide erhebliche MĂŒhen hatten um einzuschlafen.

Als der neue Morgen graute und die Sonne freundlich ĂŒber Averys Haus aufging, machten die Beiden sich auf den Weg in den dunklen Teil des Waldes .Die kleine Hexe auf ihrem Besen und Avery flog neben ihr her, ihre kleinen FlĂŒgel kamen komm mit, so fix flog Jen dem Wald entgegen. Noch vielen die Sonnenstrahlen auf den Waldboden, alles war hell und die Natur zeigte den beiden ihr schönstes Gesicht, doch plötzlich wie eine Wand erschien die unheimliche Dunkelheit vor ihnen. Jen bremste ihren Besen ruckartig ab und grinste, die Inspektion hatte sich wirklich gelohnt, die Bremsen taten ihren Dienst. Avery die in der Gegend herum sah konnte nicht mehr rechtzeitig stoppen und knallte etwas unsanft gegen JenÂŽs RĂŒcken. Sie zuckte mit den Schultern und grinste, sowas passierte ihr halt immer. Die zwei machten einen Schritt in den dunklen Teil des Waldes und alles war still, kein Vogel sang mehr, nichts, alles Totenstill. Die kleine Hexe trat wieder einen Schritt aus dem Wald und zack alles wieder normal, die Vögel zwitscherten, die Sonne schien. Das machten die beiden noch ein paar mal und lachten sich schlapp dabei.

"So nun Schluss mit lustig " sagte Jen lass uns die Pilze sammeln gehen und dann nichts wie raus hier". Avery schlotterten vor Angst die Knie auch der kleinen Hexe war nicht ganz wohl. Je tiefer sie in den Wald kamen, desto unheimlicher wurde er. Stimmengewirr war zu hören und ĂŒberall flackerten kleine Lichter die sofort wieder erloschen. Etwas rosĂ©farbenes huschte an Jen vorbei und kniff ihr keck in den Hintern. Jen war erbost, besonders als sie sah, das Avery sich köstlich amĂŒsierte. Umso lauter lachte die kleine Hexe, als es Avery selber erwischte. Das ganze wiederholte sich ein paar mal ,bis die kleine Hexe schlagartig um sich griff und ein kleines Koboldartiges Wesen am Wickel hatte. Sie hatte rosĂ©farbene Haare die wild auf ihrem Kopf wuchsen, sie zappelt wie wild, doch Jen ließ sie nicht los. Schnell griff sie in ihre Tasche und holte ein Glas heraus in dem sie das kleine Wesen stopfte, fix den Deckel drauf und da saß sie nun in der Falle und schmollte. "Wer bist Du ?" fragte Jen. Etwas trotzig antwortete das zottige Ding. "Ich bin die DĂ€Mone und das hier ist mein Wald". Die beiden lachten "Du willst ein DĂ€mon sein". "Tss lacht nur, ich werde euch verhexen, ihr werdet schon sehen" schimpfte sie. "Hey hexen ist meine Aufgabe" polterte es aus der kleinen Hexe heraus. "Ich bin nĂ€mlich eine echte Hexe" sagte sie nicht ganz ohne stolz. DĂ€Mone staunte, eine echte Hexe, hier in ihrem Wald, davon hatte sie immer getrĂ€umt. "Und wer ist dieses kleine Flugdingsda" grinste DĂ€Mone. "Ich bin die KatastroFee Avery" sagte sie mit grollender Stimme. DĂ€Mone konnte ihr GlĂŒck nicht fassen, eine echte Hexe und dazu noch eine Fee und das alles hier bei ihr in ihrem Reich. Die kleine Hexe öffnete den Deckel den die Luft wurde doch langsam knapp, dann stĂŒlpte sie das Glas um und DĂ€Mone plumpste aus dem Glas heraus. Sie schaute die beiden an und fragte nach ihrem Begehr. Jen erzĂ€hlte ihr von den Trompetenpilzen und was sie damit vor hatte. Mone wie die beiden sie ab jetzt nannten zeigte ihnen den Platz wo sie wuchsen. Fleißig zupften sie Pilz um Pilz bis das Glas bis zum Rand voll war.

Avery nahm den StÀngel eines der Pilze in den Mund und tutete krÀftig hinein, ein heller Trompetenton kam dabei heraus. Die drei lachten und die kleine Hexe tat es Avery gleich und blies was das Zeugs hielt. DÀMone tanzte dazu einen wilden Tanz und durch den dunklen Teil des Waldes hallte ein fröhliches lachen. Mone begleitete die beiden noch bis zum Waldesrand, man umÀrmelte sich ganz dolle und versprach sich gegenseitig sich so rasch wie möglich zu besuchen. Dann verschwand sie wieder im dunklen Teil des Waldes. Jen und Avery hatten ihre Pilze und eine neue Freundin gefunden. "Na " lachte die kleine Hexe, wenn sich dieser Ausflug mal nicht gelohnt hat ".




Kommentare (2)

Fizzy Lemon
12. Sept. 2021, 14:02
Klasse! Die KatastroFee und DĂ€Mone.... fehlt nur noch DoMina... aber das war eine andere Geschichte. Das Teil wĂŒrde als MĂ€rchen glatt die GebrĂŒder Grimm alt aussehen lassen. Okay, die sind alt. Ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird.... wer weiß? Vielleicht hĂ€tte man im dunklen Teil des Waldes gar nicht die Pilze trompeten dĂŒrfen? Welch Ungeheuer rief man damit auf den Plan? Muss die Hexe Jen womöglich DĂ€Mone retten, weil es ja ihre und Averys Schuld war?
Hasal
12. Sept. 2021, 16:50
Super echt Klasse wieder , Jenny Du bist echt eine Wucht. Was Dir so an Gedanken und Ideen in Kopf kommen und dann Euch beide KatastroFee und Hexe Jen. Bin gespannt, wer die DÀMone verkörpert:o. Bitte mehr davon ;);)
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