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„Weil zu wenig, zu viel“

J
John Baker Sander
3. Juli 2026
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Donnerstag war ein Sommertag wie aus dem Zauberbuch. – Wie ich auf den Vergleich komme? – Mein Blick fiel gerade zur Seite auf die „Harry-Potter-Buchreihe“, die ich letzten Samstag kostenlos abgestaubt hatte und über die ich mich noch immer sehr freue. Als ich die Haustür hinter mir zuzog, waren es 35 C warm. Gefühlt waren es 25 oder weniger. Die ganze Zeit trug ich neben frisch duftendem Deo auch eine leichte Windbrise unter meinen Schwingen. Apropos Deo. Seit vielen Wochen ergatterte ich endlich mal wieder Schuh-Deo im „DM-Markt“. Sofort ist der Tragekomfort ein angenehm anderer. Ungleich sommerlich besser. Ein Trend, der mir weniger gut gefällt - möglicherweise bin ich aber auch mal wieder nur zu spießig -, ist, dass sich vor allem jüngere Frauen, die sich Abkühlung in den zahlreichen Gewässern der Umgebung geholt haben, nur im Bikini bekleidet in den Bus setzen. Das habe ich über die vergangenen Wochen immer mal wieder beobachtet. Ein T-Shirt drüber und gut ist. Ich weiß einfach nicht, ob sich das richtig anfühlt. Nochmals, ein kurzer Rock, ein Sommerkleid oder anderes Sommerzeug bringt Farbe ins Spiel. Nur mit Bikini bekleidet in den Bus einzusteigen ist möglicherweise, weil zu wenig, zu viel? Es ist wieder Freitag. Bisher musste ich keine Sachen aus irgendwelchen Besitztümern meines Bruders räumen. Im Gegenteil. Es war ein angenehmes Familienessen mit einer Unterhaltung – nicht zwischen Bruder und Bruder, aber über Vater als Gesprächsaufnehmer und -verteiler und Mama als erste Familienbeisitzerin. Ich bin mit einem Fuß bereits Richtung Turnhalle unterwegs. Der andere klebt mit dem Rest meines Körpers noch hier an meinem Computerplatz fest. Reduzierte Trainingseinheiten – sowohl von der Zeit als auch vom Inhalt – stehen auf dem Programm. Portugal hat die Kroaten aus der WM geworfen. Je älter ich werde, desto mehr mag ich den „Christiano Ronaldo“. Von wegen eitler Fatzke. Der macht auf und neben dem Platz, zumindest meinen Beobachtungen nach, ganz viel richtig und scheint auch ein Herz zu haben. Ich geh jetzt erst ins Training. Danach schau ich mal, ob ich zu Hause nicht nur mein Herz für einen WM-Abend mit Vater und Mama finde, sondern möglicherweise auch für busfahrende Bikiniträger*innen, Brüder und alle anderen, die von meiner Seite etwas mehr Herz verdient hätten. Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?

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