Lunaria-Galaxie
Blog Übersicht» „Nix geschafft und doch geschafft“
Zurück

„Nix geschafft und doch geschafft“

John Baker Sander
15. Juli 2026(bearbeitet)
8 Aufrufe
Noch nicht bewertet


Alltagsfrei, aber nicht so richtig frei und konzentriert im Kopf.  So könnte man den vergangenen Dienstag wohl treffend beschreiben.

Ich habe den Tag verdaddelt und verdöst.
Man merkt, mir tut das nicht gut, wenn ich Trainingseinheiten absagen muss. Dann komme ich aus meinem gewohnten Rhythmus. Sein musste die Absage dennoch. Die Halle war für meine jüngsten Trainingsteilnehmer viel zu warm und auch das Biowetter sagte: Lass das an diesem Dienstag lieber mal schön bleiben.

Ich wollte und sollte Hochzeitsfeierbilder bearbeiten. – Das tat ich auch hin und wieder. Doch die meiste Zeit wollte ich mich einfach nicht konzentrieren. Ich daddelte ein wenig einen Fußballmanager, nahm die von den Werten schlechteste Mannschaft und wunderte mich anschließend auch noch, warum ich fast jedes Spiel verlor.

So richtig Lust konnte ich jedoch auch dafür nicht aufbringen.

Ich schaute einige Videos auf einem bekannten Videoportal und hörte mir noch einmal an, wie unwillig und welche Dropskicker angeblich in unserer Fußball-Nationalmannschaft spielen sollen und wie schwer man bei der WM versagt habe.

Nein – das sehe ich immer noch überhaupt nicht so. … Und nochmals: Auch andere Nationen können kicken … auch die vermeintlich kleinen. Man hätte zwar trotzdem nicht schon im ersten K.o.-Spiel aus dem Turnier fliegen müssen, aber so einfach, wie manche es darstellen, ist Fußball eben nicht.

Ein Lichtstreifen am Horizont war die Tante, Mamas Schwester, die zu Besuch kam. Wir saßen gemeinsam am Tisch. Sogar der Herr Bruder – wir murrten nicht miteinander, sondern unterhielten uns mit der Tante über Mäuse im Pool und vor Arbeitsfenstern, Erbgemeinschaften, Familie, Filme - und hierbei musste ich lachen. Tante und Vater erzählten nämlich im Wechselrhythmus, als hätten sie es einstudiert, von einem TV-Film über einen Autisten, der beide sehr beeindruckt haben muss - und natürlich auch über Bekannte.

Ich verschwand anschließend wieder vor Vaters Computer, da der Platz dort über den Tag hinweg deutlich kühler war als mein Wohn- und Schlafzimmer. … und schaffte es - und das ist irgendwie auch eine Leistung, wenn auch keine gute - genauso unkonzentriert wie zuvor vor den Bildern Zeit abzusitzen.

Den Höhepunkt und zumindest etwas mehr vorhandene Konzentration gab es, als Vater und Sohn das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien anschauten. Frankreich rannte an, Spanien gewann mit 2:0.

Die Gelee-Schokobananen hatten übrigens keine Zeit wegzuschmelzen, denn Vater, Mama und ich führten sie mit gezielten Handgriffen direkt aus der Schachtel in den Mund und bewahrten sie so vor diesem schlimmen Schicksal.

Kaum etwas geschafft - sieht man einmal vom Hineinschaffen der Schokobananen ab - und doch irgendwie vom Dienstag völlig geschafft.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?

Kommentare (0)

Bisher keine Kommentare. Schreibe den ersten!

Einloggen um zu kommentieren.