Dem Computer
war ab 16 Uhr 30 keine Ruhe mehr vergönnt.
Wahrscheinlich dachte er: „Jetzt muss ich auch noch sonntags Überstunden
machen!“ – Ja, das musste er.
Nicht, dass
ich mich heute an Kreativität überschlagen hätte.
Nicht bei Trainingsprogrammen oder der Fotobearbeitung oder sonst etwas.
Ich spielte
ein wenig den 80er-Automatenhit „Space Invaders“.
Schickte einige feindliche Außerirdische dorthin zurück, wo sie herkamen – und
dass, obwohl nicht einmal Unabhängigkeitstag war.
Ich chattete
mit den Stamm-Usern umher.
Es ging rund im Chat und ich las gefühlt nicht zuerst viermal meinen Namen,
bevor sich auch mal jemand anderes bequemte zu schreiben.
Nein – es war einfach nett. Diesmal ist mit „nett“ etwas ganz anderes als „die
kleine Schwester von Scheiße“ gemeint.
Im Chat gab
es eine tolle Radioshow mit Schlagern und Hits aus den 60er Jahren.
Die Familie aß zusammen Abendbrot.
Es gab Brot und Wurst, Trauben und Butterkäse. Dazu war die Stimmung am
Küchentisch deutlich gelöster.
Frisch geht
es auch weiterhin nicht zu.
Als ich auf die Wetterstation schaute, waren es 32 C, doch da war es schon
relativ spät. Abkühlung wäre willkommen.
Der
Deckenventilator schweigt (gerade). Der musste in den letzten Tagen, ähnlich
wie der Computer, viele Überstunden ableisten.
Das Fenster ist auf.
Bei all den
anderen offenstehenden Fenstern, die ich von meinem Zimmer aus in der Umgebung
sehen kann, warte auf Abkühlung ich nicht alleine drauf.
(Ja, auch diesmal ist die Satzstellung nicht so schön, aber mein Kopf war ganz
gierig, dass sich „auf“ und „drauf“ reimen.)
Passt gut auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
