Von John Baker Sander auf Freitag, 05. Juni 2026
Kategorie: Öffentlich

„Die Orangen in Nachbars Garten sind weg“

Wie ein Bekloppter habe ich am Feiertag saubergemacht.

Da meine Eltern unterwegs waren, konnte ich das Haus ein wenig nach meinen Vorstellungen auf Vordermann bringen. Diesen besonderen Sauber-Zauber an Feiertagen – und ganz besonders an Weihnachten – zu spüren, war mir schon immer wichtig. Eigentlich ist er mir bis heute wichtig.

Was das über mich aussagt? Ich hoffe nicht viel mehr, als dass ich es an offiziell besonderen Tagen auch offiziell gerne besonders sauber habe.

Ausnahmsweise riecht nicht nur mein Schlafzimmer nach Oberflächen-Orangen-Reiniger, sondern das ganze Haus.

Unser Nachbar, der sein Haus verkauft, um zu seiner Freundin zu ziehen, befindet sich inzwischen im Endstadium seines Aufenthalts. Er ist beim Großreinemachen. Offenbar innen wie außen.

Vor allem außen bekomme ich das mit. Dort rufen seit Herrgottsfrühe – oder zumindest dem, was ich an Feiertagen dafür halte – mehrere Menschen durch die Gegend: „Wo kommt denn das hin?" „Mach dort einen Haufen für das Grünzeug!"

Dazu lieferten sich Kettensäge und Rasenmäher einen begeisterten Wettkampf darum, wer mich am Feiertag zuerst aus dem Bett hochschrecken lässt.

Viel gesprochen haben der Herr Nachbar und ich über die Jahre nicht. Vielleicht waren es zehn Jahre, die er nebenan gewohnt hat. Trotzdem wünsche ich ihm und allem, was damit zusammenhängt, alles Gute.

Starkregen gab es ebenfalls. Die Welt kann ihn gebrauchen.
Der heftige Regen hatte sogar einen Vorteil: Ab dem Nachmittag hielten auch Motorsäge und Rasenmäher die Motoren still.

So heftig hätte es allerdings nicht regnen müssen. Lieber ein bisserl feiner und dafür gerne länger. Auf bis zu 14 C° war es bei uns abgekühlt.

Im Haus herrscht für mich trotzdem Kurze-Hose-Wetter. Vor allem, weil es einfach bequem ist.

Beim Abendbrot mit der Familie habe ich sehr dunkle Grillwürste in Ketchup getunkt. Wenn sie nicht schon vorher tot gewesen wären, spätestens nach dem Bad im Ketchup wären sie ertrunken.
Die Stimmung am Tisch war gelöst und heiter.

Am Mittwoch war ich einmal mehr von meiner ältesten Gruppe begeistert und auch ein wenig stolz. Eine Sportgruppe, die zusammenhält und sich gegenseitig unterstützt.
Da diesmal nur die Trainingsteilnehmer da waren, die ohnehin fast immer teilnehmen, hatte das Ganze vielleicht sogar noch etwas mehr Strahlkraft als sonst. Auch das Mitwirken und Mitmachen waren fantastisch.

Sport die Zweite: Auch die Ferienspiele sind, wie mir die Übungsleiterin berichtete, mit der ich das Ganze stemme, komplett beziehungsweise fast ausgebucht.

Mir selbst wünsche ich manchmal, ich wäre ebenfalls ein wenig mehr ausgebucht. Denn wenn man einige Sportbücher ausnimmt, habe ich in den vergangenen 14 Tagen so gut wie nichts gelesen.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?


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