Von John Baker Sander auf Donnerstag, 07. Mai 2026
Kategorie: Öffentlich

„Wer sich wohl für mich noch interessiert, wenn ich zum „Alm-Öhi“ bin mutiert“

Alleinsein kann einem, glaube ich, ganz schön Angst machen.
Vor allem wenn man in anderen Blogs – die einen durchaus sensibilisieren – liest, dass Menschen einen Schlaganfall erleiden und nur weil „Kollege Zufall" hilft, werden sie nach einigen Tagen doch noch gefunden.

Wenn ich das richtig gelesen habe, sind die meisten davon wieder auf dem Weg der Besserung.
Die Frage, die sich stellt: Hätten diese Menschen sofort jemanden gehabt, wäre ihnen sicher noch früher geholfen worden. Was dem Genesungsprozess vermutlich ebenfalls zuträglicher gewesen wäre.

Sogar der „Alm-Öhi", also der Großvater von Heidi, hätte den „Geißen Peter" gehabt, der nach ihm sieht und Hilfe holen kann.
Ich hingegen bin mir nicht sicher, wer – oder ob überhaupt jemand – in 30 oder 40 Jahren noch um mich herum sein wird, der auch mal nach mir schaut.

Seltsam, was für Gedanken einem manchmal in Kombination mit Gelesenem zufliegen.
Bitte nicht zu ernst nehmen, mir geht es gut und ich stecke weder in einer Sinneskrise noch in irgendetwas Schlimmerem fest. Das ist einfach so ein Blitzgedanke, der sich gerade mal in mir breitmacht und sich nicht zurückdrängen lässt, egal wie sehr ich mich gegen diese Gedankenwand auflehne und sie zurückschieben will.


Meine Ältesten trainierten mit einer Wucht und Power, die meinem Übungsleiterherz guttat.
Viel wichtiger ist jedoch, dass diese unbändige Fairness und dieser Respekt untereinander bestehen bleiben. Was bei Mädchen und Jungen in einem fortgeschrittenen jugendlichen Alter selbstverständlich sein sollte – aber eben leider keine Selbstverständlichkeit ist.
Wie ich aus anderen Abteilungen und Vereinen sicher weiß.

Außerdem integrierte meine älteste Gruppe ein jüngeres Geschwisterkind mit einer solchen Lässigkeit ins Training, dass es eine Wonne war zu sehen, wie sich der mit großem Abstand jüngste Teilnehmer wohlfühlte und man eigentlich nur an der Körpergröße merkte, dass er gar nicht in diese Trainingsgruppe gehört.

Letzte Woche hatte mir das Fußballspiel zwischen Paris Saint-Germain F.C. und FC Bayern München viel gegeben.
Ich war schon im Vorfeld scharf auf das Spiel und es hatte meine Erwartungen sogar noch übertroffen.

Das Spiel am Mittwochabend war damit nicht zu vergleichen, obwohl es ja ums Weiterkommen und den Einzug ins Champions-League-Finale ging. Dennoch macht mir das Ausscheiden der Bayern nur bedingt etwas aus.
Außer einem: „Dann holen sie halt nächstes Jahr den Henkelpott", war da gar nicht so viel Emotion in mir.

Mit Vater die Zusammenfassungen zu sehen, weckte wesentlich mehr Gefühlsleben in mir als das Anhören des Fußballspiels im Radio-Stream, weil wir uns über wirklich bescheuerte Kleinigkeiten, Aussprüche, Wortspiele, mittelmäßige TV-Beiträge und vor allem über uns selbst beömmeln konnten.




Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
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