Juli 2023

10 Monate 2 Wochen her #4810
Juli 2023 wurde erstellt von Fizzy Lemon
Die drei Worte für Juli 2023 sind:
  • Pfiati
  • endlos
  • "Tante Eulalias Rachenputzer" (Pilzschnaps)
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10 Monate 2 Wochen her - 10 Monate 2 Wochen her #4811
punktal antwortete auf Juli 2023
Tante Eulalia war eine gemütliche alte Frau mit ruhiger ausgeglichener Art, die immer lächelte. Sie lebte am Land und hatte natürlich ein bäuerliches Erscheinungsbild. Ihre gefühlt endlos langen Haare waren zu einem geflochtenen Kranz hinten hochgesteckt und unter dem Kopftuch versteckt. Dieses wurde immer besonders gebunden, darauf legte sie nämlich sehr großen Wert. Der Knoten durfte nicht verdreht sein und die Spitzen an den Enden mussten wie Zinnsoldaten stramm nach außen stehen. Sie liebte Baumwollkleidung auf der Haut. So kam zuerst ihre Pumpanölla, die bis zu den Knien reichte und unten mit Baumwollspitze verziert war, sowie ein Unterhemd. Darüber kam eine Art Blusenhemd, dann noch der Rock. Und erst darüber die Kittelschürze, wo sich immer ein sauberes und sorgfältig gefaltetes Stofftaschentuch in der rechten Schürzentasche befand. Ihre Beine kleideten Nylonstrümpfe, die nicht ständig erneuert, sondern noch fein säuberlich geflickt wurden. Darüber gab es ein Paar warme, selbst gestrickte Socken und ihre hölzernen Töffler. So nannte man früher die Clogs aus Holz, mit denen man die kleine, zierliche Frau schon von weitem gehen hörte.Sie liebte die Natur und ihre Waldspaziergänge. Jedes Mal entdeckte sie etwas Neues.
Sie marschierte immer mit einer kleinen Butte am Rücken los, denn sie ernährte sich gerne von den Früchten, den Pilzen und eben was man sonst noch aus dem Wald verwerten konnte.
Da sie in einem Monat Geburtstag hat, und dann wieder die ganze Verwandtschaft zu Besuch kommt, wollte sie unbedingt einiges vorbereiten.
Die Städter haben ja keine Zeit und sind so was nicht gewöhnt, deshalb freuen sie sich jedes Mal, wenn sie von Tante Eulalia verwöhnt werden.
Tante Eulalia, wird diesmal eine Kürbiscremesuppe, ein Schwammerlragout mit Erdäpfelknödel und einen Beerenstrudel für die Jause machen. Für die Erwachsenen gibt es zwei verschiedene Schnäpse zur Verkostung, und die Kinder bekommen einen Holunder oder einen Beerensaft. Die  rechtzeitig angesetzten Schnäpse benötigen natürlich Zeit zum Rasten. Das eine ist ein Wipferlschnaps, der aus Tannenspitzen zubereitet wird und sich schon in seiner Rastphase befindet. Und nun sucht sie Pilze für den ihr Ragout und den Pilzschnaps. Oder wie sie ihn gerne nennen: "Tante Eulalias Rachenputzer", da er wie Feuer den Rachen hinunter brennt.
Tante Eulalia schmunzelt bei dem Gedanken, wenn die wüssten wie einfach der geht. Jedoch das Rezept bekommt natürlich niemand. Beziehungsweise nur eine Person, die sich als Naturfreund auszeichnet, und würdig ist, ihr Nachfolger oder ihre Nachfolgerin zu werden.
Vier Stunden durch den Wald stapfen ist genug, dachte sie bei sich. Glücklich und Zufrieden mit ihrer Ernte, kehrt sie erschöpft und müde nach Hause. Nun stellt sie alles kühl, gönnt sich noch eine  Brettljause, denn zum Koch ist sie zu erschöpft. Tante Eulalia geht noch schnell duschen und macht wie immer ihr Mittagsschläfchen.
Mit einem schmunzeln auf den Lippen steht sie nach 1,5 Stunden wieder auf, und sie freut sich schon auf die kommende Arbeit.
Am Abend lässt sie gedanklich, wie jedes Mal, den Tag Revue passieren. Nickend denkt sie: Ja, das war ein wirklich guter Tag und sie schmunzelt wieder.
Die Zeit vergeht wie im Flug und der Tag der Geburtstagsparty ist gekommen.
Langsam trudeln alle ein, und es ähnelt einem Ameisenhaufen. Tante Eulalia ist voll in ihrem Element. Sie wurde mit Geschenken regelrecht überschüttet, und hat dabei noch für jeden ein offenes Ohr und ein Lächeln  parat. Während die Mütter und Väter sich ums Geschirr nach dem Essen kümmern, dürfen die Mäderln sogar ihr Haar öffnen, und die Tante frisieren. Nach einiger Zeit sah sie aus wie ein zrupftes Huhn, aber ihre jüngste Tochter richtet ihr liebevoll das Haar wieder.
Wie könnte es auch anders sein? Die Jungs mussten natürlich wieder Unfug machen. Sie haben sich im Schuppen Stroh und Heu unter der Luke zu nem Turm gehäuft, kletterten auf der großen Holzleiter hoch und sprangen von der Luke oberhalb hinunter. Die kleine Mitzi, aus lauter Angst versteht sich, verpetzte die Jungs natürlich als sie das sah. Sie rannte wie der Blitz zu Tante Eulalia, und es sprudelte nur so aus ihr heraus: „Tante de haum mehr Glick ois Vastaund. Es is earna eh nix passiert! A bissl dreckat sans hoit.“ Die Väter machten sich auf den Weg zum Heustadl. Alle Anderen aber lachten als sie kopfschüttelnd hinzufügte: „Wegn die Buam miaß ma uns nua gschaumen, gö Tante.“
„Ja Mitzi, sagte Tante Eulalia lächelnd zu ihr, mein Gott du redst ja bald gscherta wia i.!“
Es war ein wunderschöner und gelungener Tag, der sich jedoch langsam dem Ende neigte. Tante Eulalia gab noch den Familien je einen Schnaps und je einen Saft mit. Sie  verabschiedeten sich mit herzlichen Umarmungen, ständigem Wangengeknutsche und einem zünftigem Pfiati von einander.
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10 Monate 2 Wochen her #4812
punktal antwortete auf Juli 2023
wer jetzt noch Fehler findet, der darf sie behalten.
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10 Monate 2 Wochen her #4813
Jenny antwortete auf Juli 2023
Die kleine Hexe Jen war schwer damit beschäftigt Tante Eulalias legendären Rachenputzer herzustellen, sie hatte genug Pilze beisammen um mit der Produktion zu beginnen. Um ihn aber wirklich und vor allem ungefährdet genießen zu können, muss der Schnaps eine endlos lange Zeit auf dem Herd köcheln. Also beschloss die kleine Hexe es sich ein wenig in ihrem blauen Ohrensessel gemütlich zu machen. Diese Chance nutzte die kleine DäMone schamlos aus, sie hüpfte durchs Fenster krabbelte den Herd hoch bis sie schließlich den Rand des Topfes erreichte und begann die Köstlichkeit zu naschen. 
Wie immer um diese Zeit betrat auch Briefzusteller Freundlich mit einem fröhlichen "Pfiati" das Hexenhäuschen. Der Pilzsud duftete schon verführerisch und so trat er an den Herd heran. Ohne zu zögern schnippte er die kleine DäMone mit den Fingern weg, so das sie im hohen Bogen auf die Hausspinne Eulalia landete, die natürlich nach der legendären Tante benannt wurde. Wütend stampfte die DäMone auf der armen Hausspinne herum. Herr Freundlich nahm unterdessen die Suppenkelle zur Hand und nahm einen kräftigen Hub. Er hustete und schüttelte sich so gleich, sein eh schon viel zu dicker Bauch wurde immer dicker und dicker und so hob er schließlich ab und schwebte unter der Decke, als ob ihn jemand aufgeblasen hätte.
Die kleine DäMone hielt sich vor lachen ihr kleines Bäuchlein und auch die Hausspinne lag auf dem Rücken vor lachen und hatte ihre acht Beine nicht mehr unter Kontrolle.
Durch die Hilferufe und das laute lachen kam die kleine Hexe nach unten gelaufen und sah das Malheur unter der Decke hängen, auch sie konnte sich ein lachen nicht verkneifen. Dann griff sie eine Stoffnadel und piekste sie Herrn Freundlich in den Hintern, sofort strömte die Luft aus ihm heraus, er flog wie eine Vogel kreuz und quer durch das Zimmer bis er sanft zu Boden glitt. Beschämt schlich er davon und konnte noch einige Tage nicht richtig sitzen. 
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10 Monate 2 Wochen her #4814
Hasal antwortete auf Juli 2023
Wir planten  mal einen Urlaub , auf einer Alm , in Österreich. Die Reservierung war nicht gerade einfach, denn diese Alm war ein sehr beliebter Urlaubsplatz. Als es dann mal endlich klappte  und wir  unsere Taschen ins Auto verfrachtet hatten , ging es los.
Wir hörten davon , dass dort  der berühmte  ,, Tante Eulalias  Rachenputzer ( Pilzschnaps )'' hergestellt wurde, denn wir auch gerne mal probieren wollten .  
Die Alm war  vollkommen  gefüllt, mit den Gästen  und diese  grüßten  mit ,, Pfiati'' , was wir nun gar nicht kannten. Aber  man merkte auch schnell, dass es eine super Stimmung dort gab. Ja, der Pilzschnaps mußte  kräftig an Prozente sein . 
Wer  gerne  diesen Pilzschnaps trank , würde dort sich bestimmt ,, Endlos''  lange  aufhalten .
Unser Urlaub war zwar  kurz , aber  sehr schön .

 
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10 Monate 1 Woche her #4826
Fizzy Lemon antwortete auf Juli 2023
"Pfiati", grummelte Kommissar Hallhuber, als er sich durch die Tür der Stube zwängte. Hallhuber, so breit wie hoch, was bei seiner Höhe eine durchaus imposante Erscheinung bot, schaute sich in dieser Almhütte um, die vermeintlicher Schauplatz eines Verbrechens sein soll.
"Was wissen wir?", fragte er seinen Kollegen, der wie immer schon längst vor ihm da war.
"Nicht viel. Das Opfer", Niedermeyer deutete auf den Mann, der seltsam verrenkt auf der bäuerlichen Eckbank saß oder vielmehr lag und dessen blaue, stark angeschwollene Zunge aus dem Mund hing, "trank wohl von Tante Eulalias Rachenputzer und der bekam ihm nicht."
"Auweia, Eulalia...", grummelte Hallhuber wieder, "...die ist auch nicht mehr die Jüngste. Der Schnaps da kommt umgehend ins Labor. Ich befürchte, die Gute wird die Pilze verwechselt haben, als sie ihren Pilzschnaps brannte."
Kopfschüttelnd ging Hallhuber nach draußem, zündete sich einen Stumpen an und schaute über die Berglandschaft, dessen Panorama eine Idylle ausstrahlte, die von dem eben gesehenen gestört wurde, wie ein schwarzer Fleck auf einem weißen Tischtuch. Der schwarze Wagen des Bestatters schnaufte die gewundene Bergstraße hinauf, als Niedermeyer zu Hallhuber trat und meinte: "Mei, das muss ein endloser Todeskampf gewesen sein. Furchtbar, oder? Und des bei uns...."
Hallhuber schaute seinen Kollegen an, wiegte den Kopf, als müsse er die Gedanken schaukeln, nahm einen Zug an seinem Stumpen, blies den Rauch aus und sagte nur achselzuckend: "Ja mei"
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