Die Knutschibande der Lunaria Galaxie bzw. das Wachzimmer mit Knutschausgang

2 Jahre 3 Monate her - 2 Jahre 3 Monate her #2761
Die Knutschibande der Lunaria Galaxie bzw. das Wachzimmer mit Knutschausgang wurde erstellt von punktal
Liebe Sternenflieger/innen,

ich hab Dank Fizzy Lemons Hilfe mein erstes Buch geschrieben.
Aus diesem Grund war er so lieb, und hat mir mir geholfen alle bisherigen Teile zu löschen, damit ich euch hier das Buch
vorstellen und mit dem dazugehörigen Link hereinstellen kann.

Die Knutschibande der Lunaria Galaxie
bzw. das Wachzimmer mit Knutschausgang      
1.Kapitel: Nr.2 fehlt!
Es war am Freitag dem 08.Jänner, einem längst fälligen, sonnigen Wintertag im Wachzimmer der Lunaria Galaxie. Und wie könnte es anders sein, als dass es wieder einmal um wer hat, wer noch nicht, wer muss bzw. wird verpflichtet, wann und an welchem Tag, geht? Also ein vorprogrammierter Chaostag im Besprechungszimmer ohne Programm.
Inspektor Leo Fizz instruiert seinen Kollegen eigentlich immer über alles. Doch dieser ist am Telefon mit seiner Verlobten so ins Gespräch vertieft, dass er wieder einmal nichts mitbekommt. Hibi von Streng hingegen bekommt die Aufregung aus seinem Hintergrund natürlich mit, und ist alles andere als erfreut darüber.
Zu guter Letzt schreiten auch noch Feldwebel Fürst und Black ein, und ermahnen zur Ordnung. Wie kann es anders sein, als genau jetzt die wunderschöne Remi Beer ins Wachzimmer stiefelt und Inspektor Fizz in eine geistige Starre versetzt. In der Sekunde, hat er nur mehr einen Gedanken. Und das nützt sie natürlich mit einem Klimpern der Wimpern gnadenlos aus. Diese Frau ist der einzige Mensch, der Insp. Fizz in der Sekunde wortlos zum Schweigen bringen kann.
Im Vorraum sitzt Wiwi Gub wegen einer Aussage, und vor lauter Langeweile redet er ein wenig mit Fr. Rundtal, die sämtliche Schreibtische reinigt. Papiere stapelt um Platz zu schaffen. Zerknülltes in den Mistkübel befördert, geschreddertes dazu gibt, Aschenbecher ausleert und auswischt,… .
Eben alles was zu ihren Aufgaben gehört, und ein wenig mehr, da man ja bei so einem Durcheinander keinen Platz zum Arbeiten hat, wie sie sich denkt.
Plötzlich ertönt die Stimme von Fr. Rain mit einer Durchsage:
An alle Einheiten 4 Ferkel befinden sich auf der Hauptstraße in der Höhe des Rathauses. Straßen sperren und mit der FF zusammen arbeiten, die bereits vor Ort ist. Erwarte ihren Bericht. Abmarsch!
Im Laufschritt geht es zum Einsatzfahrzeug, das natürlich der jungendlichere Hr. Freundlich lenkt. In 10 Minuten waren sie am genannten „Tatort“, und tatsächlich rannten hier nummerierte Ferkel auf der Hauptstraße herum. Hr. Inspektor Leo Fizz zählte durch, und konnte aber nur 3 sehen. Nach mehrmaliger Überprüfung stellten alle Beteiligten fest, dass Ferkelchen Nr.2 fehlt. Es gab also 3 Ferkel mit den Nummern 1, 3 und 4 ohne der 2. Sie mussten Meldung in der Zentrale machen.
Sehr verwirrend alles, aber bringen sie dem Bauern vorerst die 3 Ferkel, bis sie Nr2 gefunden haben, und suchen sie danach weiter, dröhnte es aus dem Lautsprecher des Funkgerätes der Beamten.
Plötzlich sehen sie auf der anderen Straßenseite vom Schundblatt Lunga-News kichernd Fr. Mönchen mit ihrer Kamera das Geschehen fotografierend herum schleichen. Inspektor Fizz geschultes Auge entging dies natürlich nicht und auch sein Kollege reagierte prompt. Sie kreisten die Verdächtige ein und nahmen sie Sprichwörtlich in die Zange. Da sie sich so merkwürdig verhalten hat, lasen die Inspektoren Fr. Mönchen die Rechte vor und luden sie in ihren PKW ein. Nun geht es zum Posten, wo sie sich einem Verhör unterziehen muss. In der Zwischenzeit luden die Männer der Freiwilligen Feuerwehr, endlich die 3 nummerierten Ferkel auf einen dafür vorgesehenen Hänger, und transportierten sie ab. Bis jetzt fehlt noch immer jede Spur von Nr.2!
Fr. Feldwebel Fürst und Fr. Feldwebel Black inspizieren ein letztes Mal den „Tatort“, bevor sie die Hauptstraße für den Verkehr wieder frei geben konnten. Aber es scheint alles seine Richtigkeit zu haben, und somit fahren sie anschließend, wie sie glaubten, ins Wachzimmer zurück.
Dort waren bereits die Inspektoren mit ihrer Verdächtigen angekommen, wo sie Wiwi Gub noch immer auf der Bank im Warteraum halb sitzend und halb liegend vorfanden. Scheinbar ist er eingeschlafen, denn der Dienst der Putzfrau ist schon lange zu Ende. Vorsichtig gehen sie zu ihm hin, wecken ihn auf und fragen ihn, warum er noch immer hier ist? Er antwortete: Naja ich wurde wegen einer Zeugenaussage geladen, die dann aber wegen Beweismangel gestrichen wurde. Und weil ich nicht auf mein Zeugengeld, sie wissen schon ~blinzel- blinzel~, verzichten will. Da dachte ich so bei mir, Guby geh zur Fr. Wichtigkeit vom Posten, also wissen´s zu ihrer Chefin quasi, und erzähl der Dame das von den Ferkeln. Aber keiner hat mich bemerkt. Alle sind an mir vorbei g´schossen, so schnell könnte ich ja nicht mal mit einem Turbo sein. Wissens die Herren der Uniformierung, also sie haben doch 3 Ferkel g´funden, oder? Und dabei fehlt eins? Er lacht so richtig hinterlistig, wissend und streckt ihnen die Hand entgegen. Ich würd´s eh erzählen, aber ohne Moos ist in meiner Birne leider nix los.
Die beiden Beamten lächelten sich zu, ein eingespieltes Team eben, stellten sich links und recht neben Wiwi, hoben ihn hoch, und trugen ihn zappelnd in den Verhörraum. Bevor sie ihn dort zurück ließen, verabschiedeten sie sich mit den Worten: Die Chefin kommt gleich!
Anschließend brachten die Inspektoren die Journalistin in den Verhörraum daneben und sagten zu ihr das Selbe.
Im Büro der Chefin stellten sie mit entsetzen fest, dass diese ihren freien Nachmittag hat, und somit mussten sie Staatsanwalt Dr. Fiesling einschalten. Zusätzlich gaben sie ihren weiblichen  Kolleginnen per Funk durch, dass sie sich beeilen und am Rückweg 4 Schnitzelsemmel und 4 Sprite mitnehmen sollen. Es dauerte zum Glück nicht lange, und auch die beiden Feldwebel waren am Revier eingetroffen. Die Damen teilten sich auf und brachten je eine Semmel und ein Sprite in die Verhörräume, um sich gleich darauf mit den Kollegen im Besprechungszimmer zu treffen, wo sie gemeinsam den Tagesablauf durchgingen und natürlich auch gegessen haben.
Es war schon sehr spät und Dr. Fiesling kam eiligen Schrittes ins Büro, wo bereits ein großes Häferl schwarzer Kaffee auf ihn wartete. Er wurde von den beiden Inspektoren in den Fall eingeweiht. Zum Verhör der beiden sind sie jedoch noch nicht gekommen, bzw. wollten sie auf ihn und seine Anwesenheit bei selbiger warten. Die Damen verfassten in der Zwischenzeit den schriftlichen Bericht des Tages bis hier her.
Die Kommissare teilten sich auf, und der Staatsanwalt kontrollierte die Verhöre vom Überwachungszimmer aus.
Und tatsächlich unser bekannter Spitzel wusste bescheid. Nun musste alles schnell gehen. Die Ferkel dienten rein als Ablenkungsmanöver. Und was ist nun mit Nr.2? Es gab immer nur 3 Ferkel.
Frau Mönchen sollte darüber berichten, und einige der klügsten Köpfe hätten ihren Job verloren. Was ja fast wirklich funktioniert hätte. Ein richtiger Skandal wäre das geworden, denn so geleimt wurde die Knutschibande der Lunaria Galaxie noch nie.
Fr. Mönchens Film aus der Kamera wurde als Beweismittel beschlagnahmt, und sie selber zu absoluter Schweigepflicht verdonnert. Sonst sitzt sie wegen Mittäterschaft oder Beihilfe auch hinter Gitter, donnerte der Staatsanwalt erzürnt. Wiwi Gub ist aus der Staatskasse für seine Mithilfe zur Aufklärung des Falles zu entschädigen. Und nun zu ihnen werte Kollegen. Setzen sie einen Funkspruch an alle Einheiten ab: Großfahndung wegen Einbruchs beim Musiksender. Das bekannte Duo KazuMiezo hat sämtliche Sender lahm gelegt um selbst senden zu können. Äußerste Vorsicht ist geboten, sie haben sich mit Mikrofone bewaffnet.
Die Damen Fürst und Black warten den Verlauf der Verhaftung ab, und schreiben den Tagesbericht zu Ende. Danach können wir alle für heute endlich Schluss machen.

Und warum das Wachzimmer diesen Namen hat ist leicht erklärt. Jedes Mal nach einem erfolgreichen sowie unfallfreien Arbeitstag werden die Inspektoren von ihren Damen abgeholt, und wegen der Freude natürlich heftig geknutscht.

Am nächsten Morgen schien der Fall gelöst, alle waren glücklich und zufrieden. Man weihte Fr. Hpt. Kommissarin  Rain in das Geschehen vom gestrigen Abend ein.
Aber schon 2 Stunden später brach im Wachzimmer das Chaos aus. Ein Anruf aus der Gaststätte. Alle waren wieder einmal im Besprechungszimmer, so hebte die Putzfrau beherzt ab und meldete sich mit: Wachzimmer Luna Knutsch, was kann ich für sich tun? Was? Nicht so schnell bitte! Holen sie doch einmal Luft! Sie drehte den Hörer zur Seite und schrie: Hiiilfeee!
Und tatsächlich kamen auch alle 4 angerannt. Inspektor Freundlich nahm ihr den Hörer aus der Hand, und Inspektor Fizz schob sie sanft aber bestimmt aus dem Büro. Da nützte ihr „berühmtes“ grmlkeppelmotschkakeifkruzifixnuamoiundsakkrahaxendazu auch nichts, nicht mal ihr böser Blick half. Hmpf
Ganz im Gegenteil vor der Türe warteten schon Fr. Fürst und Fr. Black und hielten der armen Putze eine Standpauke. Was fällt ihnen denn ein? Wie kommen sie auf die irrsinnige Idee abzuheben? Haben sie nichts zu tun? Putzen sie lieber die Fenster der Hofseite, und nun Abgang.
Aber ich hab es ja nur gut gemeint, und ich wollte nicht, und...
RAUSss zischte sie nun Fr. Black schon sehr genervt an. Fr. Rundtal motze noch nach, aber die sind heute gar nicht dran, senkte den Kopf und ging schmollend an ihnen vorbei. Bei dem Stress viel es nicht auf, aber sie war den ganzen Tag nicht mehr gesehen. 
In der Gaststätte  nistet sich ein Unbekannter ein. Das kleinste Gästezimmer iwar noch frei, Bad sowie WC befinden sich am Gang. Niemand hat bis jetzt das Gesicht gesehen. Er/sie/es bezahlte bar, erfuhr Inspektor Freundlich, nachdem er den Wirt beruhigt hatte.
Fragen über Fragen tauchen auf.
Um wen handelt es sich?
Wie lange gedenkt er/sie/es zu bleiben?
Warum ausgerechnet jetzt, bei dieser Blamage?
Wurde er/sie/es beauftragt das Ferkel dem Bauern zu entführen?
Aber warum war dann dieser Tumult vor dem Rathaus mit den nummerierten Ferkelchen?
Natürlich gab es danach wieder eine große Besprechung.
Welche Blamage wollte Staatsanwalt Dr. Fiesling wissen? Wir haben doch gestern alles geklärt, und alle waren zufrieden.
Da kam Hpt. Kommissarin Rain um die Kurve: Wenn ich mich nicht um alles selber kümmere, … .  Ooh Hr. Staatanwalt ~lächel~ Ich werde sie schnell über die neuesten Erkenntnisse informieren, und Die Herren Inspektoren werden zum Wirt und alles aufnehmen. Meine Damen, sie werden das vom Büro aus managen und die Kollegen unterstützen. Ich will zwar jetzt nicht gestört werden, aber sollte etwas sein, ich bin mit Hr. Dr. Fiesling in meinem Büro. Sie drehte sich am Absatz um und ging.
Nehmen sie bitte Platz, und stellen sie sich das einmal vor Hr. Dr. Fiesling, begann sie mit ihrem Bericht.
Alexa und Onkel die Inhaber des Musikstudios erheben keine Anklage. Ganz im Gegenteil, Sie nehmen das Sing-Sing Duo im Programm als Sensation auf. KazuMiezo wurden frei gelassen, ein großer Pressewirbel, es geht doch durch alle Medien. Haben Sie das denn nicht erfahren? Wir ermitteln den ganzen Vormittag schon auf Hochtouren! Und zu guter Letzt hat sich jetzt auch noch drüben ein Unbekannter beim Wirt einquartiert. Dann wurde noch dazu die Detektei J.B. Sander vom Bauern beauftragt, unauffällig aber gewissenhaft, zu ermitteln um wen es sich handelt, der seine Ferkelchen entführt hat, denn Nr2. fehlt tatsächlich und noch immer. Um da mit dem wenigsten Aufwand dran sein zu können, und damit er einen Job hat, haben wir unseren  Polispitzel Wiwi Gub bei der Detektei J.B. Sander eingeschleust und lassen ihn zum Detektiv ausbilden. Von ihm erhalten wir jeden 2. Tag einen Bericht. Ich sag Ihnen, mir brummt heute der Kopf, und uns gehen langsam aber sicher die Informanten aus. 
Staatsanwalt Fiesling ist fassungslos, bestürzt und leicht hysterisch. Er eilt im Büro auf und ab, und meckert vor sich hin: Welch Blamage, da ist eine Intrige, eine Verschwörung dahinter. Ich sehe schon das Titelblatt von morgen vor Augen. OMG es werden Köpfe rollen.
Fr. Hpt. Kommissarin Rain besänftigend: Jetzt beruhigen Sie sich doch erstmal. Es ist zwar immer noch ungeklärt wo sich Ferkelchen Nr2. befindet, und ob es sich nicht doch „nur“ um einen Streich handelt, aber alle zur Verfügung stehenden Kräfte ermitteln auf Hochtouren. Der Streifenwagen 734 steht die ganze Nacht vorm Wirt und berichtet uns morgen wer, wie, was, wann und wo. Und sollte sich XYZ dort weg bewegen, werden sie folgen, und statt ihnen andere Kollegen dort postiert. Außerdem haben wir eine Kamera bei der Eingangstüre und eine beim Hinterausgang montiert. 
In der Zwischenzeit sind beide Inspektoren beim Wirt eingetroffen, bestellen sich was zu Essen und sparen somit kostbare Zeit ein, während sie nebenbei den Gastronomen befragen. Nun los Gala-Wirt, wir brauchen den Namen, die Zimmer - Nr., w oder m, eine Beschreibung,… . Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen, sonst nehmen wir dich aufs Revier mit, keppelt Insp. Fizz. Der Wirt meint darauf gelassen: MEINE Gäste werden nicht verpfiffen. Sie können von mir aus essen und trinken aufs Haus, und mit einem Beschluss wieder kommen, aber dann sind wir schon fertig. Hier sind Promis, und die wollen ihre Ruhe. Beide Inspektoren zahlen und fahren unerledigter Dinge zurück.
Im Wachzimmer angelangt, gehen sie auf direkten Weg ins Büro der Chefin, wo sie beinahe den Staatsanwalt umgerannt hätten. Große Aufregung, Entschuldigungen und eine kichernde Putzfrau, die alles beobachtet hat.
Inspektor Fizz erzählt umgehend den neuen Sachverhalt, da ja alle anwesend sind. Staatsanwalt Dr. Fiesling ist eh schon geladen, unterschreibt sofort den Durchsuchungsbefehl, und geht empört mit den Worten: Das kann er haben der Depp.
Hpt. Kommissarin Rain beauftragt nun die Feldwebel Fr. Fürst und Feldwebel Fr. Black, mit einem zusätzlichen Kollegenteam und Dienstwagen, den Wirt diskret „auf den Kopf“ zu stellen. Mich interessieren in erster Linie, Eingangs/Eintragungsbuch und natürlich wer die/der/das Neue ist und warum man so ein Geheimnis daraus macht. Ich verlasse mich auf sie meine Damen. Nun zu ihnen Fizz und Freundlich. Sie haben am Nachmittag Bürodienst. Ich möchte morgen in der Früh sofort den Bericht von heute am Tisch haben. Rundtal kicherns nicht, machen sie noch mein Büro und dann gehen sie auch nach Hause.
Alle 3 im Chor wie ausgemacht: Ja Fr. Chefin!
Die Beamtinnen Fürst und Black stellten nur fest, dass der neue Gast sich als „Gaston Gastro“ eingetragen hat und somit männlich sein muss. Im Zimmer befand sich nicht viel. Nur ein noch mit Nummernschloss verschlossener Koffer. Der Gast selber glänzte durch Abwesenheit. Als sie den Wirt befragten wo er denn sei, grinst dieser unverschämt und meinte: Durch den Lieferanteneingang auf der Seite gegangen. Und wieder ist er entwischt. Sie stellten die Durchsuchung ein und fuhren zum Revier. Nachdem sie ihren Kollegen davon erzählten und den fertig geschriebenen Bericht auf fr. Raims Bürotisch legten, übergaben sie der Nachtschicht den Dienst und verließen das Wachzimmer. Und wie jeden Abend wurden die Beamten wieder mit viel Geknutsche von ihren Damen vorm Wachzimmer abgeholt. Eines Tages gibt’s deswegen bestimmt eine Verwarnung oder so, meckerten die Kollegen im Büro, die ihnen vom Fenster aus zusahen.

Fr. Rain war die Erste am nächsten Morgen im Büro. Sie machte sich einen Kaffee und las den Bericht vom Vorabend. Holte sich einen Beamten der Nachtschicht dazu um die Neuigkeiten der Nacht zu erfahren. Sie orderte wie jeden Morgen Rundtal an das Besprechungszimmer vorzubereiten. Und danach mit den Büros fort zu fahren. Die Putzfrau wollte ihrer geschätzten Chefin etwas erzählen, doch diese hatte keine Zeit und winkte sie ab. Achselzuckend ging Rundtal an ihre Arbeit. Heute kam ja Wiwi Gub wieder wegen der Lagebesprechung, doch sie, also Rundtal wusste schon dass er noch nichts weiß bzw. nicht das was sie erfahren hat. Sie grinste in sich hinein und machte einfach ihre Arbeit. Um 7:30 kam auch der Tagdienst wieder und löste den Nachtdienst ab. Nach kurzem angeregtem Austausch wurde es still.
Die 4 Beamten gingen ins Besprechungszimmer wo Fr. Rain und der Duft des Kaffees schon auf sie warteten. Punkt 9 Uhr stolperte Wiwi Gub bei der Türe herein, weil irgendwer den Teppich nicht ordentlich hingelegt hatte.
Jössas guten Morgen die Herrschaften der Unformierten und ihre Chefin. Ich muss mich beeilen, weil mein Chef ist sehr genau. Der zieht mir Lohn ab, wenn ich zu spät komm. Das kann ich mir nicht leisten. Außerdem hat er gsagt: Ausplaudert wird in Zukunft nichts mehr. Aber ich hab eh noch keine Neuigkeiten. Der Neue bei Gala-Wirt ist angeblich ein Mann. Der hat im Stall hinten einen Yetinger oder wie das Tier heißt. Ein Pferd so groß wie ein Truck fast. Also das wars, ich muss wieder los. Bis bald, besser gesagt nein wegen dem Ärger. Und draußen war er bei der Tür. Kurze Funkstille herrschte im Besprechungsraum bis plötzlich alle zu lachen begannen. So ein Unfug, ein Yetinger,…
Nachdem sie sich wieder unter Kontrolle hatten, nahm Fizz seine Uniformkappe und sagt: Ich weiß´ schon, wir sollen das kontrollieren und berichten. Die Damen gingen ohne etwas zu sagen in ihr Büro, wo sie wie jeden Tag fluchten, weil sie nichts mehr fanden. Was nützt ein sauberer Schreibtisch wenn die Akten und alles durcheinander ist? Die sonst eher ruhige Fr. Fürst brüllt: Rundtal sie sollen nur putzen und nichts schlichten. Wendet sich danach an Fr. Black und meint: Die bringt mich noch um den Verstand!
Jetzt kommt wie jeden Tag Staatsanwalt Dr. Fiesling hektisch bei der Wachzimmertür rein, und startet direkt auf Hpt. Kommissarin Rains Büro zu. Den Kopf in beide Arme gestützt erzählt sie ihm unter Gekicher die Neuigkeiten. Also die Welt wird immer blöder, mit Verlaub wenn ich das so sage, entgegnete kopfschüttelnd der Staatsanwalt.
Beim Wirt angekommen mussten Fizz und sein Kollege natürlich wieder einmal zum Wirt persönlich und seine Einwilligung einholen, um sich das Pferd selbst ansehen zu können. Diesmal war er so im Stress, dass er einwilligte und ihnen sogar erlaubte alleine zum Stall zu gehen. Inspektor Freundlich war das nicht ganz so geheuer. Der Gala Wirt ist so handzahm, was da wohl dahinter steckt? Wir sollten vorsichtig sein, sagte er zu Fizz. Also schlichen sich beide mit äußerster Vorsicht an den Stall heran und schauten bei jedem Stallfenster durch, bis sie tatsächlich diesen dunklen Riesen erblickten. Inspektor Fizz fand als erster die Sprache wieder: Ja, bist du deppert ist das ein Koloss! Was isn das für ein Pferd? Freundlich machte mit seinem Handy ein Foto und schickte es an das Team im Büro, damit diese Frage geklärt wird. Danach gingen sie wieder in die Gaststube und fragten den Wirt wem das Pferd gehöre und was das für eine Rasse ist. Er erklärte den Beamten dass der Neue mit dem Pferd angereist ist. Jetzt reichte es Inspektor Fizz, und er legte eine Visitenkarte auf die Bar und sagte: Sagens ihrem neuen Gast, er möge persönlich zum Wartezimmer kommen und nach mir fragen. Wenn nicht schreib ich eine Fahndung nach ihm aus. Danke Gala-Wirt und pfirt di. 
Im Wachzimmer eingelangt berichteten sie der Chefin und auch dem Staatsanwalt ihre Ergebnisse. Fr. Black wieder wusste nun auch um welche Pferderasse es sich handelt. Es ist ein Shire Horse, eines der größten Kaltblüter die es gibt. Ein wirklich sehr schönes und robustes Pferd, aber sein Name ist schon witzig, oder?
Der Staatsanwalt geht noch immer auf und ab. Das macht er immer wenn er nachdenkt. Dabei murmelt er: Merkwürdig, sehr merkwürdig alles. Das Ferkel ist weg, dafür haben wir jetzt ein riesiges Pferd mit einem Unbekannten Besitzer. Zum Henker was ist mit dem Ferkel? Der Bauer hat auch schon mehrfach auf der Wache angerufen und sich nach den Ermittlungen erkundigt.
Und mir sitzt der Polizeichef im Nacken, klagt Frau Rain. Also wie man wieder einmal sehen kann dreht sich alles im Kreis und nichts geht weiter, keppelte Fr. Rain weiter. Wieso immer bei mir. Kein Wunder dass mir mein Schädel brummt, wenn ich nichts als Aufregungen und Sorgen hab. Sakkra Fizz und Freundlich jetzt unternehmt doch was, fahrt das Ferkel suchen. Beim Bach, in der Au. Befragt noch einmal den Bauern und seine Leute. Und die Bauern aus seiner Umgebung. Einer muss ja was gesehen haben. Fr. Fürst und Fr. Black sie befragen noch einmal die Leute ausm Dorf. Alle rund ums Rathaus und die ganze Hauptstraße. Der Bericht liegt wie immer morgen Früh auf meinem Schreibtisch. 
Fr. Mönchen von der Luna-News hat in der Zwischenzeit auch alle Geschäftsinhaber, und sogar die Lehrer aus allen Schulen befragt, aber ohne Erfolg. Dabei reden schon die Kinder über das verschwundene Ferkel, und dass keiner es findet. Und sie kommt zu keiner neuen Story, so ein Mist aber auch. 
Alexa und Onkel vom Radiosender helfen mit ihrem Team auch mit und unterstützen unsere Polizei, indem sie alle 2 Stunden einen Aufruf starten: Wer Ferkelchen Nr.2 sichtet oder findet soll sich umgehendst beim Wachzimmer der Lunaria Galaxie melden. Und gleich darauf folgt vom Sender Werbung in eigener Sache. Als Einweihung und zur „Strafe“ müssen das Duo KazuMiezo den Frühshoppen am Sonntag mit Schlager und Volksmusik moderieren und teilweise mitsingen, das stand in der heutigen Lunga-News am Titelblatt wie ihr alle lesen konntet. Also schaltet ein, seid dabei und habt Spaß. 
Zu guter Letzt noch die J.B. Sander Detektei mit Wiwi Gub,  die aus dem total unauffälligen schwarzen Van total geheim alles und jeden überwachen, aber auch nicht wirklich was erfahren. Die Chefin aus dem Friseurgeschäft Jenny hat sich in den Detektiv verguckt, was natürlich noch niemand weiß. Ausgenommen Rundtal, weil es ihr Wiwi erzählt hat, aber sie bis jetzt noch niemanden erzählen konnte. Und damit die Beiden in dem Van nicht erfrieren, brachte der Lehrling im Auftrag der Chefin Jenny ihnen einen wärmenden Kaffee, und Mittags eine Leberkässemmel.

Samstag Vormittag ist jede 2.te Woche Damentreffen im Friseurgeschäft und anschließend Kaffeeplausch in der Bäckerei zum Süßen- Luna-Eck, denn was die Männer am Wachzimmer nicht klären, erledigen die Frauen beim Plauscherl. Um 9 Uhr war es soweit. Hibi, Remi Beer, Rundtal, die Feldwebel Fürst sowie Black und natürlich Jenny die Chefin vom Friseurstudio. Als erstes erzählte Hibi, dass das Knutschen vorerst eingestellt wurde, weil die Männer den Fall nicht lösen können. Remi Beer setzt noch einen drauf und sagt, dass sie darüber nicht enttäuscht ist, denn ihr ist seit kurzem jeden Tag nur mehr schlecht. Außerdem schaut ihr Herzblatt seit Neuem jedem Rockzipfel nach, was sie natürlich verärgert.
Die Damen kicherten, und fragten sie, ob sie schon mal deswegen beim Arzt war und ob es Insp. Fizz schon weiß? Beides verneinte sie, und bekam große Augen, als sie verstand was die Anderen andeuteten. OMG das fehlt mir grad noch, wo er sich doch nicht einmal verloben will, jammert Remi Beer hilflos. Rundtal total aufgeregt erzählte den Anderen, dass sich Wiwi Gub in die Journalistin Fr. Mönchen von Luna - News verliebt hat. Und mit viel Glück könnt etwas Fixes zwischen den Beiden werden. Er ist ja jetzt Ermittler in Ausbildung und kann sie ständig mit Informationen am Laufenden halten. Und was man so beobachten kann, ist sie von ihm auch ganz angetan. 
Alle Damen sind jetzt aufgehübscht und gehen nun weiter in die Bäckerei zum Himmlisch-Süßen- Luna-Eck. Etwas chaotisch bei der Personaleinteilung, aber himmlische Bäckereien, ein tolles Brot und immer ein freundliches Wort mit einem Lächeln im Gesicht, ist Christina die Chefin der Bäckerei. Sie begrüßt die Damenrunde sehr freundlich, und führt die Damen zum Reservierten Tisch. Diesmal nimmt sie die Bestellung persönlich auf, denn sie kann den Damen etwas berichten, was sie vom Hocker hauen wird. Sie leitet die Bestellung ans Personal weiter, nimmt sich selber einen Häferlkaffee und setzt sich zur Damenrunde dazu. 
Also ihr Lieben, stellt euch vor, bzw. ich hab nichts erzählt, gel? Sondern Die Damen vom Wachzimmer gehen danach bestimmt ermitteln, oder? Alle waren jetzt hell wach und total aufgeregt. Was ist denn nun los, fragte Fr. Fürst. Nun schaltete sich auch Fr. Black ein, also wenn wir ermitteln müssen wird’s eine Aussage die wir aufnehmen. Somit setzen wir 3 uns auf einen eigenen Tisch. Die anderen erfahren es eh noch zeitig genug. Ein Raunen ging durch die Konditorei, aber es nützt ja dich nichts.
Die 3 Damen standen auf und setzten sich auf einen eigenen Tisch. Nun legte Die Chefin der Bäckerei los. Gestern am Abend war die Gala-Wirtin hier und hat mir folgendes erzählt. Der Bauernsohn Seppl ist vor 2 Jahren aus der Akademie für Ernährungswissenschaft geflogen. Er wollte ein berühmter Turnierreiter werden und nicht mehr  beim Vater am Hof leben und arbeiten. Der Bauer hat ihn verstoßen, jetzt ist der junge Mann zurück. Er hat das Ferkel beim Wirt versteckt und den Tumult angezettelt. Er will sich doch nur mit dem Vater versöhnen und ihm zeigen dass er, also Seppl berühmt ist und viel Geld verdient. Deswegen ist er auch mit seinem besten Pferd gekommen. Er will sich morgen beim Revier melden, nachdem er heute alles zu Hause geklärt hat. Die Beamtinnen nahmen Christina das Versprechen ab zu schweigen, sonst müssten sie den Sepp per Fahndung aufs Revier bringen, und sie zu einer Aussage vorladen.
Stattdessen berichteten die zwei Frauen der Hpt. Kommissarin Rain die neuesten Erkenntnisse. Diese willigte ein bis am nächsten Tag zu warteten, und beschloss etwas schärfer mit den Herren Fizz und Freundlich zu reden. Die sind eindeutig mit ihren Gedanken nicht bei der Arbeit.
Am nächsten Morgen, hat sich die versammelte Mannschaft inklusive Staatsanwalt im Besprechungszimmer eingefunden. Nun werden auch die Herren, über den Tathergang und alles was damit verbunden war, informiert.
Der Bauer mit Sohn Sepp und dem Gala-Wirt treffen gleichzeitig ein. Der Bauer mit dem Sepp kam in einen Verhörraum, und der Gala-Wirt wurde in einen Anderen gebracht.
Insp. Fizz und Freundlich kümmerten sich um die Bauern, Feldwebel Fürst und Black um den Wirt. Fr. Rain und Dr. Fiesling hörten im Überwachungszimmer zu.
Warum der Gala-Wirt dem Sepp geholfen hat, wollte Fr. Fürst noch wissen.  Seine Erklärung war, ja weil ich sei Taufpate bin, und nicht zuschaun konnt wie der Bauer mitm Buam umgeht.
Da jetzt alles geklärt ist und sich alle Beteiligten versöhnt haben, teilten sich der Bauer und der Wirt den Einsatz sowie die Geldstrafe.
Fr. Mönch hat ihren Titelbeitrag, und das Dorf wieder was zu tratschen. 

Der Sepp vorlaut wie immer fragt so in den Raum: Wo denn jetzt geknutscht wird, wenn er schon einmal da ist?
Darauf kommt Rundtal mit einem Grinser ums Eck und sagt:
Wenn alles schweigt und keiner lacht, hat unser Sepp ´nen Witz gemacht. 

Der Staatsanwalt lobt die Damen für die tolle Arbeit, und „vernichtet“ die Inspektoren mit einem bösen Blick.
Fr. Hpt. Kommissarin Rain geht an an ihnen vorbei und meint noch: Morgen wie immer um 9 Uhr im Besprechungszimmer meine Lieben, SO nämlich nicht, wettert sie und verlässt lächelnd zu Dienstende das Wachzimmer. 
 
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2 Jahre 3 Monate her #2770
Freundchen antwortete auf Die Knutschibande der Lunaria Galaxie bzw. das Wachzimmer mit Knutschausgang
Nochmal an der Stelle: Super gemacht, liebe punktal! Ich bewundere deine Kreativität und mit wie viel Begeisterung und Leidenschaft du dich dem Schreiben widmest. Und auch das Cover ist dir toll gelungen. Gratuliere dir! Und ich hoffe inständig auf den Gedichtband :)
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2 Jahre 2 Monate her #2866
punktal antwortete auf Die Knutschibande der Lunaria Galaxie bzw. das Wachzimmer mit Knutschausgang
Vielen Dank liebes Freundchen und ich verspreche, der Gedichtband ist als nächstes an der Reihe.
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