Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie

1 Jahr 6 Monate her - 1 Jahr 6 Monate her #4260
Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie wurde erstellt von Fizzy Lemon
Betriebsausflug der Lunaria-Galaxie. "Man gönnt sich ja sonst nix", dachte sich Freundchen und buchte kurzerhand eine Kreuzfahrt für alle Mitglieder der Lunaria-Galaxie. Natürlich nicht irgendeine, sondern die teuerste. Man gönnt sich ja sonst nichts. Also ging der Trip in die Weiten der Südsee. Quasi Inselhopping von Traumstrand zu Traumstrand. In Hamburg fand man sich ein und bestaunte das luxuriöse Schiff. Edles Holz, polierte Messingarmaturen, gediegende Teppiche. Das überaus freundliche Personal erklärte beim Check-In wo welche Restaurants, Kinos und andere Freizeitaktivitäten auf dem schier endlos scheinenden Schiff zu finden seien, bevor die Stewards die Mitglieder zu ihren Kabinen brachten. Freundchen ließ sich nicht lumpen und zahlte für alle eine Außenkabine. Mit Ausnahme von Guby, der eine fensterlose Innenkabine bevorzugte, damit niemand ungefragt hineinlunzen konnte. Man freute sich schon auf die Varieteshow, die am Abend vor dem Auslaufen geboten werden sollte und genoß die Zeit.

Am frühen Morgen lief die "Estrella" aus dem Hafen aus und schipperte fröhlich von dannen. Alle fanden sich am üppigen Frühstücksbuffet ein, luden ihre Teller mit allerlei Köstlichkeiten voll und balancierten diese zu ihren Tischen. Alle, außer Freundchen, der seinen Stuhl einfach ans Buffet stellte. Ein Jazzpianist klimperte kunstvoll die Tasten, wohl um das Schmatzen der Gäste zu übertönen und Jenny kam gar nicht zum frühstücken, weil sie den Pianist anschmachtete und beinahe auf seinen Flügel gestiegen wäre, wie einst Michelle Pfeiffer in "Die Baker Boys".

Tage war man schon auf See. Diejenigen, die nicht seekrank wurden und in inniger Umarmung ihrer Kloschüssel in den Kabinen ausharrten, genoßen den Trip in vollen Zügen. Clubs, Casinos, Bars, Kinos und zahlreiche Aktivitäten an Deck lockten und ließen die Zeit, die man weit draußen im blauen Nichts verbrachte wie im Flug verstreichen. Endlich umrundete die "Estrella" Kap Hoorn und es hieß Adieu Atlantik. Von hier aus, wo das Schiff noch ein letztes Mal Proviant lud, ging es schnurstracks in den offenen Pazifik. Irgendwann würde ein Eiland auftauchen, das einen mit Palmen gesäumten Stränden empfängt und die Hotelbars die leckersten Cocktails mixt.

Nach Tagen auf hoher See zog sich der Himmel zu. Entgegen den Wetterprognosen bildeten sich dichte Wolken. Der Wind frischte auf und der Seegang wurde rau. Den Mitgliedern der Lunaria-Galaxie schwante nichts Gutes und sie sollten recht behalten. Ein ungewöhnlich starkes Gewitter brauste auf, der Sturm peitschte die See und spielte mit dem riesigen Schiff wie mit einer Walnussschale. Hin und her wurde es geworfen und wer sich nicht irgendwo festhalten konnte, wurde erbarmungslos durch den Raum geschleudert. Ohrenbetäubend laute Donnerschläge begleiteten das Unwetter und man war an die Posaunen von Jericho erinnert. Panische Schreie gellten durch das Schiff, die sich im Tosen und Donnern verloren und nicht wenige wurden aufgrund der Aufregung ohnmächtig.

Alles war ruhig, als die Passagiere wieder zu sich kamen. Dem Unwetter war praller Sonnenschein gefolgt. Das Wrack der "Estrella" lag am Strand einer Insel. Immerhin mit Palmen gesäumten Strand. Nur ohne Bar. In der Mitte der Insel, die augenscheinlich nicht allzu groß sein konnte, befand sich ein Vulkan. Sein großer Krater schien nicht bedrohlich, zumindest rauchte er nicht und es roch nicht nach faulen Eiern. Am Fuße des Feuerbergs erstreckte sich ein dichter Dschungel. Man sah sich um, rieb sich die Augen und stellte fest, dass wohl nur die Mitglieder der Lunaria-Galaxie dieses Unwetter überstanden hatten und als Einzige mit dem Schiffswrack an diese Insel gespült wurden. Weit und breit war um das Eiland nichts als Wasser zu sehen. Freundchen ergriff die Initiative und suchte die Brücke der "Estrella", wo er vergeblich versuchte das Funkgerät wieder in Gang zu bekommen. Währenddessen streifte Fizzy am Rande des Dschungels herum und entdeckte eine Süßwasserquelle. "Wenigstens verdursten wir nicht....", murmelte er, während sein Blick in Richtung des Vulkans ging.

Wie geht es weiter mit den Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie?
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1 Jahr 6 Monate her #4261
antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Glücklicherweise waren alle bis auf ein paar Hautabschürfungen unverletzt geblieben.Einige Frauen saßen fassungslos im Sand und trauten ihren Augen nicht.
Was zum Teufel machen wir denn nun fragte Remember und vergoss bittere Tränen.Ein Stimmengewirr setzte ein und jeder gab seinen vermeintlichen Plan
preis.John Baker Sander meinte er hat die Lösung in der Tasche und kramte sein Buch  "Robinson Crusoe " von Daniel Defoe hervor.Obwohl keinem danach war
mussten wir doch laut  lachen.Freundchen meinte ob wir nicht erst einmal anfangen sollten was zu Essen zu suchen eh es dunkel wird.Promt vielen Worte wie "Wümer,
Käfer,Pilze und Beeren.Ach wie schön wäre jetzt ein Cheese-Burger von Mäkkes gab Remember von sich.Mit düsteren Blick schaute Freundchen  zu Remember rüber und dachte,wärst du doch schon mal auf einer Tür treibend weitergedümpelt Remi! Gut,durch John Baker Sanders hilfreiches Buch fingen wir an rational zu denken.Da unser
Team Player Fizzy Lemon  ziemlich arbeitslos da stand ernannten wir ihn zum Boss.Er schlupfte in seine Korksandalen und begann sofort die Leute für mögliche Arbeiten
einzuteilen.Guby und Freundchen durchsuchen die Überreste des brüchigen Schiffes und Rainbow stand am Ufer und rief ihnen zu ob sie Kessel oder Töpfe finden würden.
Punktal,Catalea und Remember mussten los um kleines Holz für ein Feuer zu suchen.Little Angel fragte wieso wir nicht probieren könnten am Vulkankrater Feuer zu bekommen.Hibi,Little Angel,Fürstin und Hexlein schickte Fizzy los um Früchte oder Kokosnüsse zu finden die wir pressen könnten.
Fizzy meinte,ihr Frauen zieht mal eure BH's aus, die sind aus Elasthan und Jersey und haben Bestandteile wie Duoplex in sich.Ich werde sie verbrennen um viel Rauch
zu erzeugen! Nun vielen nicht nur die Notwenidigkeiten der Teile sondern auch noch die Gesicher der Frauen.




Wie gehts nun weiter mit der Lunaria-Galaxie Gesellschaft?


 

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1 Jahr 6 Monate her - 1 Jahr 6 Monate her #4262
punktal antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Als Guby hörte, dass die Frauen ohne BH gehen würden, sperrte er sich in seiner Kabine ein und spechtelte ganz aufgeregt nur mehr durchs Schlüsselloch.
Freundchen erbarmte sich, ging vor seine Türe und machte ihm den Anblick der Weiblichkeit schmackhaft.
Schau mal Gubylein: „Die Jugend ist doch wunderschön und formvollendet, Rainbow würd den niemals ablegen aus Schamgefühl und punktal grmlkebbelmotschkerktkeiftmitkruzifixnuamoiundsakkrahaxendazu herum, und sie verweigert aus Gesundheitsgründen.“
Wie so oft hat Freundchen keine Ahnung was es das mit der Gesundheit auf sich hat. Fizzy hingegen war es egal und somit sammelte er alle anderen BH´s ein.
Einige der jungen Frauen protestierten ebenso, aber gaben dann Fizzy´s Klimperblick, und mit der eventuellen Aussicht auf Rettung, einsichtig nach.


Ihr seid dran mit der Fortsetzung...
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1 Jahr 4 Monate her #4353
Fizzy Lemon antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Nachdem Fizzy die BHs zu einem großen Haufen schichtete, um den herum er einen Ring aus Steinen legte, die er zwischen Strand und Grasland fand, zogen Remember und Hibi in den Dschungel um Früchte zu suchen. Dabei alberten sie ein bisschen herum und pflückten bunte Orchideen, die sie sich ins Haar steckten. Immerhin erfüllte so ein Lachen die Insel, die mit ihren ungewöhnlichen Geräuschen und auch ihrer Unbekanntheit etwas bedrückend gefährliches an sich hatte. John Baker Sander demonstrierte seine Sportlichkeit, indem er wieselflink auf eine Palme kletterte und mit einer Kokosnuss zurück kam. Sofort warf er diese auf einen Fels am Ufer, doch anstatt wie jede anständige Kokosnuss aufzuplatzen, federte sie vom Stein zurück und hätte beinahe John am Kopf getroffen, hätte er sich nicht rechtzeitig gebückt. Fizzy sah das Ganze mit an und prustete vor Lachen los, was ihm allerdings einen missmutigen Blick von John einbrachte.
"Weißt Du was, John? Bevor Du Dir die Nase brichst, kletterst lieber nochmal auf die Palme und holst noch ein paar mehr Kokosnüsse für uns runter. Und wenn Du schon dabei bist, dann nestel doch ein bisschen von der Kokosmatte vom Stamm. Das können wir noch brauchen.", sagte Fizzy.
John sah ein, dass dieser Vorschlag nicht schlecht war und wuselte wieder die Palme hinauf und mit einer Kokosnuss herunter. In der Zwischenzeit versuchte Fizzy Feuer zu bekommen, aber keiner hat ein Feuerzeug bei sich und auch im ganzen Schiff ließ sich nichts finden, womit sich einfach ein Feuer entzünden ließe. Da man es erst am Abend entzünden wollte, halfen auch die Brillengläser nichts, zumal diese für ein Brennglas nicht stark genug wären. Also doch Stöckchen und Zunder? Oder ist vielleicht der Vulkan, wie es Little vorschlug, die Rettung?
Eine Antwort darauf würde sich noch finden lassen, aber erst einmal meldeten sich die Bäuche mit einem lauten Knurren zu Wort. Jetzt machte sich bei allen der Hunger bemerkbar. Rainbow wollte schon die Schiffskombüse entern, als sie feststellte, dass auf dem Schiff keinerlei Strom mehr ist. Von daher gingen weder Herd und Ofen und natürlich gab der Kühlschrank auch seinen Geist auf, was bedingte, dass die dort gelagerten Vorräte schnell verdarben.
Vom Dschungelrand aus riefen Hibi und Remember die Truppe zusammen. Vor sich hatten die beiden eine große Ansammlung unterschiedlichster Früchte zu den Kokosnüssen von John gelegt und dank der Süßwasserquelle war für das erste unser Überleben gesichert. Man beschloss sich zunächst den Bauch vollzuschlagen, bevor man sich an andere Dinge macht. So ließ man es sich bei saftigen Mangos, Beeren, Ananas und anderen Früchten gutgehen. Die Kokosnüsse schlug man mit einem Küchenbeil so lange um ihren Äquator, bis sie in zwei Hälften aufsprang. Dabei hielt man sie natürlich über einer großen Schüssel, damit nichts von der kostbaren Milch verloren ging. Guby bekam natürlich eine Schüssel voll vor seine Tür gestellt, die er erst öffnete, als die Damen mit ihren Reizen wieder außer Sichtweite waren.
Kaum waren die Bäuche gefüllt, ruhte man ein bisschen aus. In der Zwischenzeit fummelte Fizzy an der Kokosmatte, die John in seinem Auftrag besorgte und zwirbelte aus den Fasern eine Schnur zusammen. Da sich Little genierte, so barbusig unter den Leuten zu sein, bastelte Fizzy aus zwei Kokosnusshälften, die er mit der Schnur verband, einen BH-Ersatz für sie. Endlich konnte sie ihre Hände wieder für etwas anderes, als zur Verdeckung ihrer Brüste nutzen und tat das dann auch, indem sie die Überreste der Völlerei entsorgte.
"Ob der Vulkan gefährlich ist?", wollte Freundchen wissen und kratzte sich am Kinn.
"Hmm...", meinte Fizzy.
"Lasst uns doch morgen hingehen!", schlug Little vor.
"Kleine Expedition. Warum nicht? Wir müssen uns ohnehin umschauen, denn so schnell werden wir wohl nicht von der Insel runterkommen.", bemerkte Hibi.
"Ja, und Essen haben wir erstmal. Die Insel dürfte nicht so groß sein, als dass man sie nicht an einem Tag erkunden könnte.", sagte punktal.
Man besprach das Thema noch den Abend lang, bis man sich einigte, am Morgen zu einer Erkundung aufzubrechen. Genug Kokosnuss-BHs für die Damen waren ja nun gemacht.

Fortsetzung folgt...
 
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1 Jahr 4 Monate her - 1 Jahr 4 Monate her #4354
punktal antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Damit man zum Jahreswechsel etwas Abwechslung hat, organisierte punktal eine Neujahrsfeier. Sie wies die Männer an Fische zu fangen, eventuell andere Tiere und ganz viel Holz zu sammeln. Während die Männer damit beschäftigt waren organisierte sie mit Rainbow und Remember eine Kulinarische und eine erheiternde Show.

Remember war zu Fuß die Geschickteste, deshalb ging sie und suchte Beeren und Pilze. Selbstverständlich in Begleitung von Gubynator den unerschrockenen.
Rainbow, die Campmama, trommelte die jungen Mädels zusammen. Sie waren nämlich für die Showeinlage zuständig.
Fizzy Lemon unser klügster, war für die Feuerstelle zuständig, und er braute im Verborgenen einen Blätterschnaps.
Fizzy der Druide Lemon, wie er auch später genannt wird, mochte Geheimnisse und wenn er, wem aus seinem Umfeld, helfen kann.

Punktal nimmt Freundchen an der Hand und erklärt ihm seine wichtige Aufgabe. Er wird sich um die Musik kümmern, egal wie er das jetzt anstellen mag.
Meckernd versucht er sich aus der Sache zu reden, aber wie so oft auch diesmal ohne Erfolg. Pfeif, sing, trommel, klatsche oder alles zur gleichen Zeit. Hauptsache es hört sich nach Musik an und man kann dazu tanzen. Natürlich erst nach dem Essen, damit es etwas entspannter ist.

Punktal kümmerte sich ums Essen. Es gab alles auf Steckerl gespießt und mit Kokosflocken oder Wurzeln gewürzt. So mancher Fisch bekam eine Sauerampferblätterummantelung, denn diese gaben noch einen extra Geschmack ab.

Fizzy servierte voll Stolz seinen Blätterschnaps, der zwar einen Zunder hatte, aber durchaus nach dem zweiten Schluck schmeckte.

Diese Kokosschalen Bh´s, waren eine tolle Sache, denn so konnten die jungen Frauen einen Bauchtanz aufführen.Durch diese tolle Choreografie von Rainbow und die anmutigen Bewegungen der jungen Frauen klapperten die Schalen aneinander und der Rhythmus der Musik wurde dadurch unterstrichen.
Nur Freundchen wurde von Jenny beaufsichtigt, damit er auch jeden Ton richtig trifft. ~gg~
Trotz dieser schweren und beängstigenden Lage, in der sich alle befanden, wurde es doch ein gelungenes und unvergessliches Fest. 

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten und vor allem gesunden Rutsch ins Jahr 2023.
Liebe Grüße punktal

Fortsetzung folgt...
 
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1 Jahr 4 Monate her - 1 Jahr 4 Monate her #4359
Fizzy Lemon antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Am nächsten Morgen packte man etwas von den Früchten als Proviant ein und stellte einen Expeditionstrupp zusammen, der maßgeblich aus Fizzy, Freundchen, Remember, Hibi und Little Angel bestand. Guby weigerte sich beharrlich seine Kabine zu verlassen und die anderen machten sich daran, das Lager am Strand etwas wohnlicher zu gestalten. Der Trupp hingegen machte sich auf durch das Dickicht des Dschungels Richtung Vulkan. Das dichte Gestrüpp und die Lianen machten ein Vorankommen ohne Machete sehr schwer. Freundchen und Fizzy hoben die Schlingpflanzen beiseite, so dass die Damen hindurchschlüpfen konnten und natürlich blieb man hier und da stehen, lauschte auf die Geräusche von unsichtbaren Tieren.
"Ob es hier wohl giftige Tiere gibt?", fragte Freundchen.
"Boah, muss Du das jetzt fragen, Mopsi?", maulte Hibi los. "Als ob es hier Riesenspinnen gäbe, die dir das Hirn aussaugen."
Augenverdrehend ging der Trupp weiter und dennoch innerlich schmunzelnd. Es stand außer Frage, dass es hier bestimmt das eine oder andere Tier geben würde, dem man besser nicht begegnet, aber solange diese Begegnung nicht stattfand, bestand auch keine Gefahr. Remember ließ plötzlich ein schrilles "Iiiiiieh!!!" hören, als sie eine fette Raupe von ca. 15 Zentimeter Länge erblickte. Fizzy hingegen bestaunte dieses farbenfrohe Wesen, das mit seinen Grün- und Orangetönen fast perfekt getarnt in diesem Dschungel war. Gleichzeitig entdeckte er eine Schleimpilzkolonie, die sich auf dem Boden unter schillernden Bromelien fand. Das giftige Gelb dieser Pilze war Warnung genug, aber auch Zeichen für eine üppige Flora und Fauna, die es auf diesem kleinen Eiland zu geben schien.
Little Angel quengelte bereits: "Sind wir schon daaaa?", was von Freundchen mit einem grummligen "Warts doch ab" quittiert wurde.

In der Zwischenzeit bastelten die restlichen Damen im Strandlager aus Bambusrohr und Blättern ein Sonnendach und banden etwas der Kokosmatte, die John sportlich von den Palmen kratzte, seitlich der Konstruktion als Windfang an. So war man selbst am Strand vor der starken Mittagssonne geschützt und konnte es sich außerhalb des Schiffswracks gemütlich machen.

Nach gefühlten Stunden eines beschwerlichen Fußmarsches kam der Expeditionstrupp endlich am Vulkan an. Der schroffe Felsen sah alles andere als einladend aus, aber er schien genug Halt zu bieten, dass man an den flacheren Anstiegen bis zum Krater emporsteigen konnte. Der Weg führte in einer Spirale aufwärts und nur ein paar Meter vom Beginn ab, fand man eine Höhle, die offenbar sehr weit in das Innere des Feuerbergs zu reichen schien. Mit bloßem Auge war ein Ende der Höhle nicht zu erkennen.
"Was denkst du, Fizzy? Ist das ein Schlot oder sowas? Ich meine etwas, wo Lava und so rausfließt?", fragte Freundchen.
"Vermutlich war das mal sowas. Aber es scheint schon lange keine heiße Materie mehr hier entlanggekommen zu sein. Auch kristalline Ablagerungen sehe ich keine. Hier zumindest nicht.", sagte Fizzy eher murmelnd.
"Worauf warten die alten Herren? Müde oder gehts bald weiter?", lachte Little Angel und amüsierte sich köstlich über die dummen Gesichter, die Freundchen und Fizzy aufgrund ihrer plötzlichen Frechheit machten.
"ALTE Herren?!", fuhr Freundchen auf. "Der da vielleicht. Aber ICH nicht!", sagte er während er auf Fizzy zeigte.
Seine gespielte Entrüstung ließ alle auflachen und so ging der Anstieg weiter bis man tatsächlich den Kraterrand erreichte.
"Puh, geschafft. Mein Gott... eine prächtige Fumarole ist das.", sagte Fizzy.
Little Angel schaute sich um, ob sie so eine "Fummelrolle" oder etwas ähnliches erblicken konnte.
Hibi hingegen schaute nur in den öden Krater und meinte: "Da hab ich schon dolleres gesehen. Das Yellowstone Eye zum Beispiel."
Remember sagte nichts. Stand nur mit verschränkten Armen da und fragte sich, ob man sich den Weg nicht völlig umsonst gemacht hat.
Freundchen bemerkte fachmännisch: "Oh Mann, der Vulkan ist töter als Fizzys Hose."
Alle lachten, selbst Fizzy, der dann aber doch die Schultern vor Enttäuschung hängen ließ.
"Offenbar ist der Vulkan wirklich erloschen. Ich weiß es nicht mit Sicherheit, aber wenn hier noch Feuer wäre, würden wir Qualm sehen oder Schwefel riechen. Wer weiß, ob es nicht ganz gut so ist, dass der Berg für uns keine Gefahr ist?", fragte Fizzy dann in die Gesichter der Truppe.
Plötzlich erklang vom Strand her ein großes Poltern und Knarzen. Alle Augen richteten sich in Richtung des Schiffswracks, das sie gerade so vom Kraterrand mit bloßem Auge sehen konnten. Das Wrack bewegte sich ruckelnd vom Strand weg, brach unvermittelt in zwei Teile auseinander, driftete von einer gewaltigen Strömung gezogen hinaus ins offene Meer, wo es recht schnell blubbernd in den Tiefen versank. Kurz darauf tauchte Guby als winzig kleiner Punkt im Meer auf und schwamm zum Strand.
"Tja... nun ist Gubys Rückzigsort futsch.", bemerkte Fizzy trocken.
"Wird auch Zeit, dass er sich mal den Mädels stellt.", sagte Freundchen.
"Scheiße!", maulte Hibi, "Auf dem Schiff war noch mein Schalke-Täschchen."
"Das Schiff!", rief Remember und schaute entsetzt in Richtung Strand.
"Nun sind wir wirklich ohne alles hier gestrandet.", sagte Fizzy, "Vielleicht kann man ja nach dem Wrack tauchen und noch das eine oder andere an Land bringen. Aber das werden wir noch sehen. Jedenfalls wäre es nicht schlecht einen anderen Unterschlupf zu haben, falls Unwetter oder andere Gefahren drohen."
"Denkst Du auch an die Höhle?", fragte Freundchen.
"Ja.", sagte Fizzy nickend, "Lasst uns runter steigen und sie mal in Augenschein nehmen. Dann sollten wir uns sputen zurück zu den Anderen zu kommen, bevor es dunkel wird."
"Okay!", sagten alle wie aus einer Kehle und der Trupp machte sich an den Abstieg.

Fortsetzung folgt... 
 

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1 Jahr 2 Monate her - 1 Jahr 2 Monate her #4555
Fizzy Lemon antwortete auf Die Schiffbrüchigen der Lunaria-Galaxie
Wieder am Höhleneingang angekommen, schauten die Gestrandeten in den tiefen Felseinschnitt, dessen Ende sich in Dunkelheit verlor. Taschenlampen hatten sie keine dabei und eine Fackel, die man sich aus einem Ast, etwas trockenem Reisig, einem Lumpen oder etwas dieser Art basteln hätte können, wollte man in Anbetracht eventueller entzündlicher Gase nicht verwenden. Grubengase sind gefährlich und eine Explosion in diesem engen Schacht wäre tödlich. Gefährlich war die Höhle ansich schon genug, denn die scharfen Kanten an den Wänden ritzten leicht die Haut auf und Ablagerungen auf ihnen könnten böse Infektionen auslösen. Der Gedanke daran ließ dem Trupp den Ernst ihrer Lage erkennen. Das nächste Krankenhaus ist unerreichbar fern und auf einen Arzt mussten sie auch verzichten. Dazu kam noch die Frage, ob die Höhle von einem großen Raubtier bewohnt wäre. Was, wenn da drin plötzlich ein Puma sich in seinem Mittagsschläfchen gestört fühlte?
"Ach hör auf, Fizzy.", sagte Freundchen, "Hast Du hier auf der Insel schon größere Raubtiere gesehen? Ich glaube nicht, dass es hier sowas gibt."
"Da könntest Du vielleicht recht haben, aber nur weil die Insel klein ist und wir noch keines dieser Viecher sahen, heißt das noch lange nicht, dass es keine gibt.", sagte Fizzy.
"Meint ihr wirklich, dass es gefährliche Tiere hier gibt?", fragte Little ängstlich.
"Pah, sollen nur kommen!", blaffte Hibi.
"Rumstehen und nichts tun", begann Remember, "bringt uns aber auch nicht weiter. Wie ich das sehe, müssen wir es einfach wagen. Lasst uns schauen, was in der Höhle ist."
"Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken einfach da reinzuspazieren. Was, wenn es doch giftige Dämpfe gibt und wir einfach umfallen?", sinnierte Fizzy.
"Guter Einwand", meinte Freundchen, "Wir sollten uns aufteilen. Zwei gehen mit ein bisschen Abstand rein. Die Anderen warten draußen. In regelmäßgen Abständen sagen wir etwas. Das müsstet ihr hier draußen hören. Sagen wir nichts mehr, kommt ihr uns holen."
"Ja klar, ihr fallt tot um und wir sollen euch in die Falle nachrennen!", maulte Hibi und klopfte sich mit dem Zeigefinger gegen die Stirn.
"Sie hat nicht Unrecht, Freundchen", sagte Fizzy dann und grübelte über eine Lösung des Problems nach ohne jedoch zu einer Erkenntnis zu gelangen. "Es hilft nichts. Wir haben kaum Ausrüstung und keine Alternativen zur Verfügung. Ob wir die Höhle gebrauchen können, muss geklärt werden und deshalb gehe ich da jetzt rein. Wenn ich nicht mehr wiederkomme, geht ihr ins Lager zurück."
"Aber...", wollte Remember protestieren, doch Fizzy schnitt ihr mit einer Handbewegung das Wort ab.
"Kein Aber!", sagte Fizzy fest und ging vorsichtig in die Höhle hinein.

Indessen wurde am Strand der Unterstand fertig gestellt. Endlich nicht mehr in der brütetenden Sonne liegen. Auch der Sand kühlte im Schatten des Baldachins ab und es ließ sich bequemer darauf liegen. Die gesammelten Früchte hatte man auch im Schatten gelagert und saß nun im Kreis darunter, aß ein bisschen was und genoß die kühle Brise, die vom Meer her wehte. Als Guby aus dem Wasser stieg, lachten alle, was ihm aber mehr als peinlich war. Zornig winkte er ab und lief hinter einen großen Felsen, der am zerklüfteten Teil des Ufers stand. Hinter diesem suchte er Deckung vor dem Spott der Anderen, die das allerdings nicht böse meinten, sondern Guby nur liebevoll neckten. Da saß er und schmollte, bis seine Kleidung wieder trocken war. Erst dann, stand er auf, kam hinter dem Felsen vor und setzte sich zu den Anderen unter den Baldachin. Rainbow reichte ihm eine saftige Mango, die er nach einigen Anläufen mit den Fingernägeln von der Schale befreit hatte, biss herzhaft hinein und freundete sich mit dem Gedanken an, nun ein Teil der Truppe zu sein.
"Das Schiff", begann Guby kauend zu reden, "ist gar nicht so tief gesunken. Zum Glück ist da ein Riff und das Schiff sitzt auf. Ist nur ein paar Meter tief."
"Na Gott sei Dank!", rief Rainbow, "Dann kann man noch was aus dem Schiff bergen."
"Schon", sagte Guby, "Aber das Schiff ist nun verkehrt rum."
"Wie verkehrt rum?", wollte Punktal wissen.
"Na, beim Sinken drehte es sich und liegt nun kopfüber", sagte Guby achselzuckend.
"Dann braucht's gute Taucher...", murmelte Punktal.

Die Wände des Tunnels, durch den Fizzy gebückt ging, waren wirklich schroff und scharfkantig, so dass er immer vorsichtiger im schwindenen Licht vorantapste. Er hatte kein gutes Gefühl in diesem enger werdenden Schlauch, der sich in die Tiefe des Vulkans schlängelte. Nach einer kurzen Strecke, die der Tunnel wohl abfiel, änderte sich die Richtung und es ging merklich bergauf. Auch die Wände rückten zunehmend von Fizzy ab, so dass er aufrecht stehen konnte. Seltsamerweise wurde die Luft nicht stickiger. Ja, sogar ein leichter Luftzug war zu spüren und das ließ Fizzy vermuten, dass es irgendwo einen natürlichen Abzug gab. Diesbezüglich waren also die Sorgen um eine Belüftung dahin. Langsam gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit und er erkannte immer mehr von seiner Umgebung. Wenn auch nur ausgesprochen diffus, aber deutlich genug um sich zu orientieren. Fizzy ging behände weiter und freute sich über ein paar kleine Lichtstrahlen, die ihn zu begrüßen schienen, als er am Ende des leichten Aufstiegs plötzlich in einer riesigen Kaverne stand. Ungläubig schaute er diesen Hohlraum im Gestein an und konnte nun auch die Quelle der Lichtstrahlen ausmachen, die durch einen Riss in der Höhlendecke kamen und den Raum mit einem sanften Licht füllten. Keine Spur von wilden Tieren, keine giftigen Dämpfe, keine abgestandene Luft. Nicht einmal Fledermäuse sah er und Kot von Flugtieren, der in seiner Masse gefährlich für die Gesundheit sein kann. Alles in allem erschien ihm diese Höhle sicher zu sein und als befestigter Unterschlupf geeignet. Den Riss könnte man mit etwas verschließen oder von außen abdecken um eindringendes Wasser zu verhindern. Begierig, diese Erkenntnis mit den Anderen zu teilen, kehrte Fizzy um und verließ die Höhle. Am Ausgang angekommen, wurde er schon neugierig erwartet.
"Und?", fragten alle wie aus einem Mund.
"Die Höhle scheint sicher und gefahrlos zu sein. Kommt, das müsst ihr euch anschauen", sagte Fizzy und winkte Remember, Little Angel, Hibi und Freundchen in den Tunnel.
Als der Trupp in der Kaverne angelangt war, staunten sie, wie Fizzy auch, beim ersten Anblick.
"Boah!", sagte Freundchen.
"Wir können eine Tür oder sowas bauen und damit den Eingang verschließen. Wir müssen nur an Luftlöcher denken, dann kann die Luft weiter zirkulieren. Und wenn wir den Riss von außen finden, können wir den mit irgendwas deckeln", sagte Fizzy, der wieder ganz in seiner Rolle als Anführer aufging.
"Hört ihr das?", fragte Remember.
Alle schauten zu ihr und hörten angestrengt.
"Ja, da tropft doch was...", sagte Hibi.
"Stimmt", rief Little.
In der Tat kam von der hinteren Wand der Höhle ein tropfendes Geräusch und Fizzy ging zusammen mit Remember in diese Richtung. Die Höhle schien dort nicht zu enden, sondern in einem weiteren sehr schmalen Schlauch weiterzuführen. Von diesem kleinen Spalt in der Wand ertönte das Tropfgeräusch. Fizzy versuchte etwas durch den Spalt zu erkennen, aber es war zu dunkel dazu und zumindest dahinter war wohl keine Lichtquelle zu erkennen.
"Können wir da durch?", fragte Remember.
"Naja, schlank genug wären wir beide", fing Fizzy an und Remember knuffte ihn, weil sie dachte, er würde auf ihr Gewicht anspielen, was er nun wirklich nicht tat, denn das war richtig so, wie es war. "Aber schlicht zu dunkel. Ohne eine Funzel würde ich mich nicht da durch zwängen. Aber das tropfen könnte eine Quelle sein oder sowas. Hoffentlich. Na, das werden wir noch rausfinden, aber nicht jetzt."
"Wie du meinst", sagte Remember.
"Lasst uns zum Strand gehen", sagte Fizzy als er und Remember bei den Anderen waren. "Wir berichten ihnen was wir entdeckt haben, suchen uns dann alles Nötige und kommen morgen wieder."
"Und richten uns hier ein", sagte Freundchen.
Das war also ein schnell besprochener Plan. Der Trupp verließ die Höhle und machte sich in der langsam hereinbrechenden Dämmerung auf den Weg zurück zum Strand.


Fortsetzung folgt...

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