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2 Minuten Lesezeit (361 Worte)

„Der hochsommerliche Bartstoppel-Fitness-Blog“

Ausnahmsweise sitze ich vor dem Blog an einem Freitagnachmittag.
Aber eigentlich wäre viel lieber wo anders. Nämlich – habt ihr es erraten? – genau in der Turnhalle um meine Gruppen zu betreuen.

Aber heute geht das nicht. Das Bio-Wetter lässt es nicht zu. Die Werte sind gesundheitsgefährdend, und damit ist das Training für meine Sportfamilien und auch für mich an diesem Freitag gestrichen.

In der Halle war ich trotzdem schon, zusammen mit meinem Papa.
Ich habe mich mit der Frau vom Förderverein und einem Mitarbeiter einer Sportgerätefirma getroffen.
Wir bekommen möglicherweise zwei neue Sportanlagen, damit auch jüngere Jahrgänge die Sportart – die ich betreue - leichter erlernen können und wir uns bei Wettkämpfen nicht mehr ständig Geräte ausleihen müssen.

Das ganz soll knapp 5000 Euro kosten. Ein Batzen Geld.
Umso dankbarer sind wir, dass der Großteil durch einen Förderverein für Kids und Teenager übernommen wird.

Die Stimmung in mir ist hochsommerlich.
Der Stadtgang durch Worms am Donnerstag fühlte sich fast wie ein Wolfgang-Petry-Song an. Vielleicht auch deshalb, weil mir ständig „Sommer in der Stadt" im Kopf herumging.
Diese Lieder sind für mich heiß, laut, gleichzeitig leicht melancholisch und Massenkompatibel.

Als ich in den Bus einstieg, fiel mir ein junger Mann mit Bartstoppeln auf. Eigentlich nichts Ungewöhnliches.
Doch ich dachte – vielleicht auch, weil die Hitze vieles weicher erscheinen lässt – dass die Bartstoppeln seltsam wirkten und sein Gesicht doch sehr jugendlich für so viel Bartwuchs.

Später setzten er und seine Begleiterin sich direkt vor mich.
Er/Sie sagte sinngemäß, dass er sich mit seiner Entscheidung nicht wohlfühlt und sich eigentlich doch nie wirklich „männlich" fühlt. Er wisse nicht was er sich gedacht hatte?
Seine Begleiterin antwortete ruhig und unterstützend, dass sie das gemeinsam wieder hinbekommen und er wieder er selbst werden könne.

Mich hat dieser Moment beeindruckt.
Nicht wegen großer Worte, sondern wegen dieser selbstverständlichen Freundschaft, Respekt, Unterstützung und Nähe zwischen den beiden.


Mein eigener Dreitagebart ist inzwischen auch ab.
Keine Sorge – nicht aus größeren Gründen, sondern einfach, weil ich beim Termin mit der Frau vom Förderverein und dem Mitarbeiter der Sportfirma einen ordentlichen Eindruck machen wollte.



Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?

„Nächtlicher Hochsommer oder von Brustschmerz und ...
 

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Freitag, 19. Juni 2026

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