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Ich stand in der Wormser Innenstadt – unweit der „Bäckerei Görtz" – und vom Himmel spritzten Schneeflocken herab. Dazu biss mir ein eisiger Wind ins Gesicht. Ohren und Haare waren, wie seit November eigentlich immer, unter meiner Wintermütze verborgen.
Im Gegensatz zu vor einigen Tagen blieb ich diesmal nicht emotionslos.
Ein echtes Wintergefühl machte sich in mir breit, und ein warmes Lächeln bei doch unfreundlichen Temperaturen stahl sich auf meine Lippen.
Das hatte etwas ganz Eigenes. Von der Kälte in die warmen Geschäfte hinein und dann wieder zurück nach draußen.
Später, auf der Heimfahrt, im warmen Bus sitzend und lesend, hat sich selten etwas besser angefühlt.
Mit meinen Eltern saß ich relativ still vor einer Schlagershow. Irgendwann gesellte sich überraschenderweise auch mein Bruder noch dazu.
Auch das „aktuelle Sportstudio" sahen die Männer der Familie gemeinsam – wenn auch mit deutlich mehr Gequassel als bei der Schlagershow.
Unser Weihnachtsbaum „Chantannle" legte einen seiner letzten ganzabendlichen, leuchtenden Auftritte hin.
Den Buchcharakter „Sybil van Antwerp" aus dem Roman „Die Briefeschreiberin" habe ich in mein Herz geschlossen – auch wenn es einige gelesene Seiten brauchte.
Fehlerhaft, tapfer, eigenständig, hin und wieder engstirnig. Vor allem aber mitfühlend und mit einem großen Herzen ausgestattet.
Das sind doch Charakterzüge, die auch als Mann (nicht nur) im Alter sicher nicht so verkehrt wären.
Kaum sind Weihnachten und die ersten Tage im neuen Jahr abgehakt, schleicht sich langsam die Fastnacht in meinen Fokus, und einige Veranstalter werden auf mich aufmerksam.
Ich bin sehr dankbar, auch in diesem Jahr schon jetzt sicher mehrere Veranstaltungen begleiten zu dürfen.
Sogar Menschen, die ich unabsichtlich ein wenig habe zappeln lassen, haben sich nicht von meiner Zurückhaltung abschrecken lassen.
Das Verkleiden finde ich ja bei anderen wunderbar – für mich selbst ist es eher eine Pflichtaufgabe.
Gut, dass ich mein Blumenhütchen habe, dazu ein buntes Hemd und eine einfache Jeans – fertig.
Das Bunte Treiben wird mich aus dem gefälligen Trott herausziehen.
Im Blog werde ich dann sicher auch mal wieder über anderes als Winteremotionen oder mein Sitzen im Café und Beobachten berichten können. Wobei ich das ja mag.
Es tut sich hier derzeit einfach nicht viel Aufregendes.
Wie immer in solchen Phasen bin ich nicht unglücklich darüber, dass alles so normal ist.
Bin ich doch sicher, andere würden sich sehr lang machen für so viel Geborgenheit und Normalität.– Halleluja.
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