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2 Minuten Lesezeit (376 Worte)

„Erhellende Gedanken in dunklen Zeiten“

Zeit: 14 Uhr 15
Ort: "Times", Worms

Wie ungewohnt, in einem Café zu sitzen und zu schreiben, ohne aus dem "Adami" zu berichten.

Ich stöberte durch die Schnäppchen im Außenbereich der Buchhandlung Thalia. Dabei fiel mein Blick in den Innenbereich des gegenüberliegenden "Times" – ein Café, in dem ich zuvor nur zweimal Gast war. Einmal mit der engsten Familie am Morgen des Heiligabends und ein Jahr später mit meinem Bruder zum selben kalendarischen Termin.

Das "Times" versprüht im Gegensatz zum "Adami" einen sehr rustikalen Charme. Fast alles besteht aus dunklem Holz, ob Tische oder Stühle – die beigen Sitzflächen setzen einen kleinen Farbtupfer in der dunklen Umgebung. Auffallend ist eine grüne Seitenwand, die mich mit ihrer rauen Beschaffenheit an einen Eierschalenkarton erinnert. Ob es wohl die Farbe "Eierschalenkartongrün" bereits gibt?

Die kleinen dunklen Gästetische würden sich auch gut in jeder schummrigen Bahnhofskneipe machen.

Waren in den 80er- und 90er-Jahren dunkle Inneneinrichtungen in Lokalen, Kneipen und Wirtschaften üblich? Vor meinem inneren Auge tauchen Bilder solcher Gastronomiebetriebe auf, in denen Familienfeiern und Ähnliches abgehalten wurden.

Die Lichtverhältnisse hier sind ausreichend, selbst die Lampen sind mit dunklem Holz verkleidet.

Aus den Lautsprechern dringt gefühlt seit zehn Minuten dieselbe Melodie: forscher Rhythmus, verstärkt von modernen Bässen. Nur hin und wieder singt eine mir unbekannte Frauenstimme ein oder zwei Worte. Ich verstehe "Makkaroni" – bin mir aber sicher, dass sie garantiert nicht "Makkaroni" singt.

An mir zieht das Leben in Form von Stadtgängern vorbei.
Ich mag es, ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Sekunden verbringen.

Die Menschen gehen langsam, achtsam, fokussiert, kopfhängend, lachend und lächelnd, mit aufrechten oder hängenden Schultern, drängelnd oder händchenhaltend in alle Himmelsrichtungen davon.

Wie oft bin ich wohl selbst an genau diesen Menschen vorbeigezogen, ohne ihnen einen Gedanken zu schenken? Und wie oft hat vielleicht jemand genau – dieser Menschen - wie ich hier gesessen, aus dem "Times" herausgesehen und mich beobachtet?

Das "Times" wird das "Eiscafé Adami" sicher nicht als mein Stammcafé ablösen. Doch der rustikale Charme, den es durch seine klobige, dunkle Inneneinrichtung erhält, passt atmosphärisch hervorragend zu diesem trocken-kalten Wintertag, aus dem ich bei aller Dunkelheit doch den ein oder anderen erhellenden Gedanken mit in den weiteren Verlauf dieses Mittwochs nehme.



Passt gut auf euch auf, seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
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„Fantasien im Möbelhaus oder auch beim Fußball ist...
 

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