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Dienstagabend saß ich auf meinem Schreibtischsessel. Mal wach, mal schlafend. Ich schlief während ich im Stammchat unterwegs war – und zwischendurch auch immer mal wieder ein Stündchen ein.
Über meine kleinere Panikattacke, die Schmerzen in der Brust auslöst, schreibe ich erstmal weniger. Meistens passiert das, wenn ich mit meinem Vater einkaufen bin. Ich könnte gar nichts dazu schreiben, doch irgendwie ist das auch Blog-Chronistenpflicht. Es gehört zum Tag dazu.
Übrigens habe ich demnächst einen Termin deswegen.
Bitte nicht in den Kommentaren oder sonst nachbohren. Wenn es dazu etwas gibt, vermelde ich es hier im Blog – ob es interessiert oder auch nicht, versprochen.
Also an alle, die wieder den lieben Tipp geben „lass dich kontrollieren".
Ich bin praktisch schon unterwegs zur Kontrolle.
Nachdem das Aus der deutschen Mannschaft feststand, fiel es mir aufgrund weniger Stunden Schlaf etwas schwerer als gewohnt, meinen sehr müden Körper ins Bad und unter die Dusche zu schleifen.
Ja, jetzt haben es alle wieder gewusst.
Dass es bei der WM nur Frust gibt. Ja, dass man im Elfmeterschießen ausscheiden kann. Ja, dass die Nationalkicker die Aufgabe zum Weiterkommen in 90 bzw. 120 Minuten nicht gelöst haben.
Doch wie man da draufhaut, geht weit über das reine „Finger in die Wunde legen" hinaus.
Wisst ihr was? Ich werde auch bei den nächsten Turnieren und Spielen zu 100 % hinter unserer Nationalelf stehen. Weil ich das, was ich da sah, teilweise wirklich mochte – auch wenn sich gefühlt die halbe Welt gerade darüber auskotzt. Es war bei weitem nicht alles schlecht. Ob „Neuer"-Comeback oder dass „Undav" Tore schießen darf und einiges mehr.
Das Frühstück nahm ich gefühlt mit geschlossenen Augen ein. Weil ich das nach über vier Jahrzehnten der Einnahme – Morgen für Morgen für Morgen – auswendig kann.
Es folgten die Ferienspiele. Wir – meine Ferienspielpartnerin und ich – hatten einen Parkour aufgebaut, der so ziemlich alles hergab, was die Halle bot: Schwebebalken in verschiedenen Größen, Weichbodenmatten, kleine und große Turnkästen, Sprossenwände, Gymnastikbälle, Barren, Markierungshütchen und Pylonen, Mattenwagen und Turnmatten, Turnboden, Stepper und mehrere Langbänke. Wir nutzten sogar die Zuschauertribüne zum Treppen hoch- bzw. auf der anderen Seite wieder herunterlaufen.
Bevor wir die 30 Kids auf den Parkour losließen, machten wir kleinere Aufwärmspiele wie „Shake Hands" oder „Die Tiere des Waldes". Es folgte eine erste Trinkpause.
Dann ging es über den Parkour – die Kids machten das toll. Und meine Ferienspielpartnerin und ich gaben hier und da Hilfestellungen und sorgten dafür, dass jede Unstimmigkeit sofort im Keim erstickt wurde.
Danach folgte eine Pause.
Dann waren die Mädchen dran. Sie durften den Parkour zuerst planen und dann selbst ihren Wunsch-Parkour aufbauen, den dann alle durchliefen. Bei den Mädchen stand Balancieren im Vordergrund. Für mich hatten sie sich etwas Besonderes überlegt: Sie hatten den leeren Mattenwagen mit Hilfe kleiner Turnkästen als Sitzgelegenheiten zu einem „Auto" umfunktioniert. Nach einer Balancestation durfte ich die Teilnehmer einige Meter zur nächsten Station ziehen, den leeren Mattenwagen wieder zurück zum Einstiegsplatz bringen und dann die nächste Gruppe in Empfang nehmen. Das fanden alle sehr lustig (bis auf einen 😉).
Es folgte eine längere Pause.
In dieser gab es neben Apfelsaft und Wasser auch Mini-Würstchen, Melone, Spundekäs, kleine Brötchen sowie dunkle und helle Trauben. Die meine Ferienspielpartnerin schon zu Hause vorbereitet hatte.
Die Jungs legten bei ihrem Parkour mehr Wert auf andere Dinge als die Mädchen. Hier gab es mehr Stationen zu laufen, und auch der Zielwurf wurde in mehreren Varianten geübt – sowohl mit weichen Klöppeln als auch mit verschiedenen Bällen. Die Jungs hatten die aktionsreichere Kursvariante. Die Mädchen hatten dafür die im Schwierigkeitsgrad leicht höhere Variante aufgebaut. Aber zwei tolle Parkoure, die Freude machten und mit Leidenschaft absolviert wurden.
Was uns Verantwortlichen am besten gefiel:
Es gab kaum Tränen. Ein Kind wurde von einer Wespe gestochen. Nach einigen Minuten Betreuung und entsprechenden Maßnahmen ging es auch für diesen Teilnehmer wieder weiter.
… und noch viel besser gefiel uns, dass offenbar alle Freude an den Ferienspielen hatten. Es wurde uns erzählt, dass man am Folgetag „Apfelsaft und Pfannkuchen" herstellen werde – eine schöne Idee.
Die Kids untereinander gingen wirklich gut miteinander um – die Jungs mit den Mädchen und die Mädchen mit den Jungs und überhaupt alle untereinander.
Zum Schluss gab es noch für jeden Teilnehmer eine Urkunde und ein Eis. Nachdem wir alle Teilnehmer und Eltern verabschiedet hatten, bauten meine Ferienspielpartnerin und ich den Parkour (und alles andere Notwendige wie Essensbereich und Co.) wieder ab.
Das beschäftigte uns noch weit über eine Stunde, bis wir alles sauber aufgeräumt und verstaut hatten.
Nächstes Jahr wollen wir diese Art der Ferienspiele wieder anbieten.
Dann gab es wie erwähnt den Parkour mit meinem Vater durch den Supermarkt.
Die Mittwochs-Trainingseinheit war zufriedenstellend, und dass die Engländer – wenn auch spät in der regulären Spielzeit – noch gegen die Demokratische Republik Kongo weiterkamen, freute mich sehr. Der Kongo kämpfte mit Herzblut gegen das Ausscheiden an.
Zum Schluss löste ich noch den Flaschen-Parkour in meinem Zimmer auf. Durch die Hitze hatten sich unüblicherweise doch einige leere Flaschen auf dem Boden und auf dem Schreibtisch angesammelt, bevor ich mich auf den Schreibtischsessel fallen ließ und den Blog „Parkour rund um die Uhr" mit guter Laune verfasste.
Passt gut auf euch auf und seid nett zueinander, wer immer ihr auch seid!?
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