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  •   Jenny hat den Beitrag vor 2 Tagen mit 'Gefällt mir' markiert
    Fizzy Lemon antwortete auf das Thema Juni 2026 in 2026
    Ein lauer Juniabend ließ uns vor dem Stick der allzu frühen Hitze in den Garten fliehen. Etwas besorgniserregend ist es schon, dass so früh im Jahr hochsommerliche Temperaturen herrschen. Und das wird vermutlich in Zukunft noch schlimmer werden. Zu trocken und zu heiß. Das macht einem schon Angst. Wir wollten einen entspannten Grillabend einlegen und feuerten die Kohlen an. Dabei dachte ich mir noch, wie paradox das sei, dass man der Hitze entfliehen möchte und dabei erst einmal ein Feuer entfacht. Als ich in die dampfende und zu glühen beginnende Kohle blickte, dachte ich kurz darüber nach, dass genau das einer der Hauptprobleme unserer Welt ist. Das Verbrennen. Warum denken die Menschen nicht um? Warum ergreifen sie nicht Mittel und Wege, die man schon längst geplant und umsetzungsfähig in der Schublade hat? Richtig, weil es Geld kosten würde und die gesetzte Industrie ihren Profit machen will. Was kümmert einen die Zukunft, die man selbst nicht erlebt? Das dürfte wohl das Motto der meisten Manager sein und leider sitzen die an den Hebeln der Macht. Wodurch sich vermutlich nichts ändern wird. 
    Ich atme tief durch und lege die Eitrigen, also die Käsekrainer, auf den Rost. Der erste Duft steigt mir in die Nase und macht mir Appetit. Dabei schaue ich zu meiner Frau, die gemütlich im Gartenstuhl sitzt und eine kühle Limonade trinkt. Auf ihre Schulter ließ sich ein Marienkäfer nieder und krabbelte dort umher. Warum auch immer fiel mir dabei ein, dass diese kleinen Käfer in Teilen Bayerns auch Junibummerl genannt werden. Man könnte es auch als Junikäfer bezeichnen, wobei der eigentliche Junikäfer ein ganz anderer ist, der in unseren Breitengraden gar nicht vorkommt.
    Ein Zischen erinnerte mich an die Würste und ich drehte sie schnell um, bevor noch mehr Käse verloren ging. Einem inneren Impuls folgend ging ich zu dem großen Rosenstock am Rande der Terrasse und schnitt eine der gelb-rosé-farbenen Blüten ab. Ich roch daran, sog das süßliche Odeur ein und ging dann auf meine Frau zu, die mich aus ihren grünen Augen ansah und steckte ihr die Rose ins brünette Haar, gleich oberhalb ihres linken Ohres. Sie lächelte mich an mit einem Blick, in den ich mich immer wieder aufs Neue verliebe. Egal, wie tief die Falten um die Augen im Laufe der Zeit auch werden.
    Fast hätte ich die Würste vergessen! Schnell ging ich zum Grill, schnappte die teilweise schon schwarz Angekokelten und legte sie auf einen Teller. Nun ja.... man kann sie noch essen.^^ 
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