Die Phantastische Abenteuer des Raumschiffs Hydra. Kapitel 5

5 Jahre 2 Monate her - 4 Monate 1 Woche her #104
Die Phantastische Abenteuer des Raumschiffs Hydra. Kapitel 5 wurde erstellt von Fürstin der Nacht
Die Verwandlung


Alita sah die bedrückten Gesichter der Crew, als die Nachricht eintraf: Die Hydra war in der Andromeda-Galaxie. "Jemand Ideen?", fragte Jane. "Wir könnten fischen gehen", schlug Alita vor. "Fischen?", kam es im Chor. "Auf dem ersten Planeten, den ich gesehen habe, gibt es jede Menge Wasserstellen. Beim Angeln sprudeln die besten Ideen in mir hoch." "Gar keine schlechte Idee. Wer kommt mit?", fragte Jane. Doch niemand meldete sich. Jane entschied, den anderen Zeit zu geben, sich an die Situation zu gewöhnen. "Dann gehen wir zu zweit, Alita. In 12 Stunden sind wir zurück. Eva, du hast das Kommando." Mit dem Shuttle machten sich die beiden auf den Weg zum Planeten und fanden bald einen idyllischen See. Sie wateten knietief ins Wasser, bereit zum Speerfischen. Wie Statuen standen sie da, wartend auf einen verdammten Fisch, der vorbeikommen sollte. Plötzlich eine Meldung von Eva über Funk. Die Übersetzer-Funkgeräte an ihren Handgelenken knackten. "Wir werden angegriffen..." Dann nur noch Evas Schreie. "Komm, Alita, ab zur Hydra", rief Jane. "Nein", erwiderte Alita bestimmt. "Wenn die Hydra den Feind nicht besiegen kann, schaffen wir das mit unserem Shuttle auch nicht. Wir müssen warten, bis wir mehr wissen". Jane musste zugeben, dass Alita wohl recht hatte.


Die Mädchen auf der Hydra steckten in ihren Gedanken fest, sich mit dem Gedanken abzufindend, dass sie ihre Heimat wohl nie wieder sehen würden. Doch bevor sie das verarbeiten konnten, brach plötzlich Alarm aus. Ein Schiff materialisierte aus dem Hyperraum, eröffnete das Feuer und überschüttete die Hydra mit einer fremden Strahlung, bevor der Schutzschirm aktiviert werden konnte. Eva versuchte über Funk Jane und Alita zu Infomieren, aber sie kam nicht über "Wir werden angegriffen..." hinaus. Schmerzen durchfluteten ihre Körper, Schreie füllten den Raum, und dann fielen sie in Ohnmacht. Als der Schutzschirm endlich hochfuhr, war das fremde Schiff schon wieder im Hyperraum verschwunden. Die Mädchen erwachten und starrten sich an. Finja war die Erste, die ihre Stimme fand, "Das kann nicht echt sein. Das muss ein Traum sein". Eva fragte nach dem Zustand der Hydra, und Bob antwortete "Die Hydra ist unbeschadet, aber ihr... nun, das ist eine andere Geschichte". Annabella erklärte, dass es jetzt ein medizinisches Problem war und verhängte eine Quarantäne über die Hydra, Informationssperre inklusive. Sie glaubte, dass es besser war, wenn Jane und Alita erst erfahren würden, was passiert war, sonst würden sie sich vor Lachen auf dem Planeten kugelten. Jane wurde nur das Nötigste mitgeteilt. Mit Bobs Hilfe überprüften sie, ob es noch eine Reststrahlung auf der Hydra vorhanden war, um sicherzustellen, dass Jane und Alita nicht denselben Wandel durchmachten, wenn sie an Bord kamen. Nach drei Stunden war klar, dass keine Strahlung mehr an Bord war. Annabella hob die Quarantäne auf. Eva gab Jane grünes Licht, zurückzukommen.


Am See hörten Jane und Alita plötzlich Annabellas Stimme aus dem Funkgerät "Hier ist Annabella, Protokoll 12-16, wir melden uns später". Die Verbindung wurde unterbrochen. "Was bedeutet das, Jane?", fragte Alita besorgt. "Annabella ist unsere Ärztin. Sie kann in medizinischen Notfällen das Kommando übernehmen und Quarantänen verhängen. Wenn ich zum Beispiel ausfalle, sei es durch Krankheit oder etwas anderes, kann sie mir das Kommando entziehen, aber nur sie", erklärte Jane. "Aha", antwortete Alita. Die Zeit verging, Jane wurde nervöser. Nach drei Stunden kam die Erlösung von Eva "Die Quarantäne ist aufgehoben. Ihr könnt zurückkommen".

Zurück auf der Hydra trauten Jane und Alita ihren Augen kaum. "Wir sind wirklich sauer, wenn ihr jetzt lacht", sagte Eva ernst. Aber als sie acht schimpansenähnliche Affen in der Kommandozentrale sahen, brach Jane und Alita ihr Lachen heraus. "Entschuldigung, aber ich musste lachen, sonst wäre ich erstickt. Annabella, was ist der Stand?", fragte Jane. "Erste Untersuchungen zeigen: Die fremde Strahlung hat unsere Chromosomen beeinflusst. Wir sind in den ursprünglichen Zustand von Primaten zurückversetzt worden, etwa 100.000 Jahre in die Vergangenheit, zu den Zeiten, als Menschen noch Affen waren. Aber unser Gehirn ist unbeeinflusst geblieben", erklärte Annabella. "Und was nun?", wollte Jane wissen. "Wir wollen auf jedenfall nicht für immer wie Affen herumlaufen", fügte Iris hinzu. Bob scherzte "Das wäre kein Problem, zum Glück spuckt der Replikator auch Bananen aus". Jane konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. Alita meinte trocken "Jedenfalls ist das Essen für unsere Affen gesichert". In den Augen der Affen konnte man sehen, was sie von den Äußerungen von Bob und Alita hielten. Jane schoss ein Gedanke durch den Kopf (Sollte sie jetzt, Kommandantin von einer Herde Affen werden?) Bei diesen Gedanken fing sie wieder an laut zu lachen. Das Abendessen war ein Anblick: Jane und Alita mit Fleisch auf dem Teller, die acht Affen mit Bananen. In den nächsten zwei Tagen kämpften Annabella und Bob darum, eine Lösung zu finden, um die Verwandlung rückgängig zu machen. Ideen kamen und gingen. Jane und Alita gewöhnten sich an ihre neu aussehende Crew. Schließlich versammelte Annabella alle am Kartentisch.

Als alle um den Kartentisch versammelt waren, erklärte Annabelle ihren Plan "Bob und ich sind der Meinung, wir haben die Lösung: Wir müssen sterben." "Sterben?", warf Jane ein, ihre Augen weiteten sich. Alita, mit einem schelmischen Grinsen, fragte "Soll ich euch Affen die Kehle durchschneiden?" "Nein, wir müssen erfrieren. Dann werden wir wiederbelebt. Die Chromosomen haben die Strahlung aufgenommen, und durch Kälte und Tod wird die Strahlung neutralisiert. Und mit einem Defibrillator hole ich die Mädchen zurück ins Leben. Wir haben Glück, der äußerste Planet hier im System ist ein Eisplanet mit einer Durchschnittstemperatur von minus 70 Grad", erklärte Annabelle ernsthaft. Ein Moment der Stille folgte, gefolgt von einem ungläubigen Gelächter. "Das klingt nach einem Plan, den nur eine Ärztin machen würde", kommentierte Jane mit einem Grinsen. "Eine eiskalte Rettungsaktion, buchstäblich", fügte Alita hinzu. "Wie passend, dass unsere Rettung von einem Eisplaneten kommt. Wer hätte das gedacht?", bemerkte Bob mit einem Hauch von Ironie. Das war definitiv kein typischer Lösungsvorschlag, aber in dieser verrückten Situation schien nichts mehr ungewöhnlich zu sein.


Die Hydra steuerte geradewegs auf den Eisplaneten zu und landete. "Alles ist vorbereitet. Wer traut sich als Erstes in die Kälte?", fragte Annabella. "In die Kälte, ohne Kleidung? Bist du verrückt?", entgegnete Nora. "Je schneller bist du tot, in 3-4 Minuten", konterte Annabella. "Ich mach's", erklärte Eva. Nachdem Alita in ihren Raumanzug geschlüpft war – natürlich mit einer eingebauten Klimaanlage –, befestigte Annabelle Elektroden an Eva. Die beiden verließen die Hydra. Alita war überrascht, wie schnell ein Affe mit den Zähnen klappern konnte. Sie musste laut lachen, trotz dem nahenden Tot von Eva “Das du jetzt lachst Alita, nehme ich dir wirklich krumm. Aber ich denke, ich würde an deiner Stelle auch lachen, wenn du so mit den Zähnen klappern würdest”, sagte Eva mit zitteriger Stimme.  Nach 3 Minuten und 12 Sekunden erlitt Eva einen Herzstillstand. Alita trug sie auf ihrer Schulter zur Hydra in die Krankenstation, wo Annabelle bereits wartete. Während Eva auf der Trage lag, setzte Annabelle den Defibrillator ein. Der erste Stoß brachte Evas Herz wieder zum Schlagen. Eva wurde in ein warmes Bad gelegt und nach einer Minute kam sie wieder zu sich. Als sie aufblickte, fragte sie "Warum ist mir so kalt?" Nachdem sie aus der Wanne gestiegen war, wurde sie in Decken gewickelt und bekam heißen Tee von Jane gereicht. "Ich bin so erleichtert, wieder ein Mensch zu sein", seufzte Eva. Sie wiederholten die Prozedur mit den anderen sechs Affen und hatten Erfolg – sie wurden wieder Menschen. Annabella war die Letzte. Alles lief nach Plan, bis sie auf der Liege lag. Soraja, die Rettungssanitäterin war, bediente den Defibrillator. Nach dem dritten Stoß zeigte ihr Herz immer noch kein Lebenszeichen. "Wir haben sie verloren", sagte Soraja mit bekümmerter Stimme. "Aus dem Weg", forderte Alita und begann mit der Herzmassage. "Pass auf, dass du ihr nicht die Rippen brichst", mahnte Jane. Plötzlich schlug Annabellas Herz wieder. Nachdem auch sie zurückverwandelt war, saßen alle acht in Decken gehüllt in der Messe und tranken Tee. Iris meinte "Ich werde für den Rest meines Lebens keine Banane mehr essen." Das brachte alle zum Lachen.


Fortsetzung folgt

 
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